Rham-a-Sama
der »wilde« Mensch
ist in Bolton bei Liverpool in England geboren, jetzt etwa 38 Jahre alt und ursprünglich gelernter Tischler. Als solcher arbeitete er bis zu seinem neunzehnten Lebensjahre, erregte aber wegen seines colossalen Haarwuchses so allgemeines Aufsehen, dass er vom Director W. Mercer, Besitzer des Palace-Museums in Liverpool, engagirt und als »Haarmensch« gezeigt wurde. Als solcher reiste er dann auch während mehrerer Jahre in Grossbritannien umher, wurde jedoch 1894 von dem findigen Menageriebesitzer Frank Bostock für fünf Jahre engagirt und mit dessen Menagerie nach Amerika genommen. Nachdem er sich die höchste Potenz des »Brüllens« und Umherrasens angeeignet hatte und zweckentsprechend herausgeputzt war, wurde er in einen eisernen Käfig gesteckt und als das fehlende Verbindungsglied zwischen dem Affen- und Menschengeschlecht (nach Darwin) gezeigt.
Der Humbug zog jedoch in Amerika nicht mehr, denn der Haarmensch Kra-o hatte das Geschäft als bisher fehlendes Glied zwischen Affen und Menschen dort zu sehr ausgebeutet und infolge weiten Gewissens sandte Frank Bostock den »wilden« Menschen wieder nach England zurück. Derselbe wurde dann nach Hamburg engagirt, ging später für zwei Jahre mit einem französischen Impresario auf Tournée und kehrte kürzlich bettelarm in seinen Heimathsort zurück.
Rham-a-Sama ist verheirathet und Vater dreier Kinder, hat aber trotz seines oft recht bedeutenden Einkommens nicht im geringsten für seine eigene Zukunft, noch viel weniger für den Unterhalt seiner Familie gesorgt und ist nun als ein recht verkommenes Subject auch sonst eine Abnormität.