III. Berberische Überlieferungen
[392.] Stumme, Tamazratt, S. 39 und 70, Nr. 24; Stumme, Tunis, I, S. 80 und II, S. 134 (hier wird der Esel, so wie in vielen Unibosmärchen von drei Leuten gemeinsam gekauft); Fourberies, Nr. 46 (ebenso und wirklich ein Teil eines Unibosmärchens); ebendort, Nr. 36 (an die Stelle des Esels treten hintereinander zwei Rinder); Anthropophyteia, V, S. 328 und 329 ff. (aus Bosnien und von Nasreddin; wegen des Anfanges dieser Erzählung s. oben die Anmerkung zu Nr. 277).
Eine besonders ihres Schlusses wegen merkwürdige Variante bringt die serbische Ausgabe, S. 113 ff.:
Eines Tages wollte der Hodscha Nasreddin einen Esel kaufen gehn. Als er auf den Markt kam, traf er dort einen Kerl, der aus seinem Esel möglichst viel Geld herausschlagen wollte. Nasreddin fragte ihn, was der Esel kosten solle, und der Mann nannte einen hohen Preis, fügte aber hinzu, daß sein Esel nicht so sei wie die andern, sondern jeden Tag Geld scheiße, einmal lauter Taler, am andern Tage lauter Dukaten; und um Nasreddin davon zu überzeugen, hob er dem Esel den Schwanz, nahm einen Dukaten heraus und steckte ihn in den Gürtel.
Als das Nasreddin sah, brannte er nur darauf, den Esel zu kaufen, und zahlte schließlich eine große Summe für ihn. Beim Abschiede sagte ihm noch der Kerl, wie er ihn zu füttern habe, und dann gingen sie auseinander.
Voller Freude ging Nasreddin mit dem Esel heim und fütterte ihn tüchtig, ohne sich an die Vorschrift zu halten.
Am nächsten Morgen eilte er in den Stall, einen Sack in der Hand, den er mit den Dukaten füllen wollte. Aber er fand die Stalltür von innen verrammelt, und konnte nicht eintreten. »Schau ihn an,« sagte er bei sich, »da hat er die ganze Nacht geschissen, und der Stall ist jetzt so voll Gold, daß ich die Tür nicht öffnen kann.« Nach diesem Selbstgespräche guckte er durch einen Spalt hinein, und nun sah er etwas wie Silber glänzen; er war davon nicht gerade entzückt und sagte sich: »Schau dir nur diesen Dreckkerl an! Dukaten hat er nicht scheißen wollen, sondern nur Taler.« Er ging um eine Axt und schlug die Tür ein.
Als er dann in den Stall trat, bekam er etwas zu sehn. Der viele Hafer hatte den Esel aufgetrieben und der Esel hatte alle viere von sich gestreckt; und was Nasreddin für Taler gehalten hatte, waren die Hufeisen des verreckten Esels.
Nun wurde ihm noch weher ums Herz; er warf den Sack weg und begann zu jammern. Daraufhin kam ein Nachbar gelaufen, und der fragte ihn, was ihm fehle. »Was mir fehlt? na, sieh dir die Geschichte an; ich habe ein schönes Stück Geld verloren.« Und er erzählte dem Nachbar, wie er betrogen worden sei.
Der Nachbar beriet ihn, was er tun solle: »Hacke dem Esel den Kopf ab, nimm eine oder zwei Oka Seide und wickle sie auf den Kopf; dann nimm ihn auf den Markt und biete ihn zum Verkaufe aus. Wenn dich einer fragt, was du zu verkaufen hast, so sagst du: ›Einen Eselskopf.‹«
Nasreddin folgte diesem Rate und ging mit dem Eselskopfe auf den Markt. Es kam einer und fragte ihn, was er zu verkaufen habe, und Nasreddin sagte: »Einen Eselskopf.« Der Kunde lachte und sagte: »Aber Hodscha, du bist doch dumm! das soll ein Eselskopf sein? das ist ja Seide.« »Und ich sage dir, du kaufst nur einen Eselskopf.« Doch der Kunde lachte, weil er meinte, das sei nichts als eine von des Hodschas gewöhnlichen Dummheiten. Sie handelten den Preis für die Oka Seide aus und wogen den Klumpen ab, und der Kunde bezahlte das ganze Gewicht für Seide. Dann verabschiedeten sie sich, und jeder ging seines Weges.
Als der Käufer den Klumpen abwickelte, fand er, daß die Seide nur oberflächlich war und daß das andere wirklich ein Eselskopf war; sofort lief er zum Richter und verklagte Nasreddin, daß ihn der betrogen habe. Der Richter ließ den Hodscha rufen, und der sagte, als er vor Gericht erschienen war: »Erhabener Kadi, frage ihn, was ich ihm gesagt habe, das ich zu verkaufen habe, und du wirst sehn, ob ich ihn betrogen habe.« Der Kadi befragte den Kläger und der erzählte genau den Sachverhalt. Erstaunt fragte ihn nun der Kadi: »Ja, warum klagst du denn, wo du doch gewußt hast, was du kaufst?« und damit ließ er ihn hinauswerfen.
Auf diese Weise hatte der Hodscha Nasreddin den erlittenen Schaden wieder eingebracht.
Der Schluß dieser Erzählung steht als selbständiger Schwank in der griechischen Ausgabe Nr. 145 und bei Pann, S. 331 ff.
Fourberies, S. 74 ff.
Goldmistende Tiere (ohne Rücksicht auf die Unibosmärchen): Grimm, KHM, III, S. 65 ff.; Benfey, Pantschatantra, I, S. 378 ff.; Kathá Sarit Ságara, II, S. 8; Clouston, Popular Tales and Fictions, I, S. 123 ff.; Forke, Die indischen Märchen und ihre Bedeutung für die vergleichende Märchenforschung, Berlin, 1911, S. 52.
[393.] G. A. Krause, Proben der Sprache von Ghat in der Sáhara, in den Mittheilungen der Riebeck’schen Niger-Expedition, Leipzig, 1884, II, S. 31 ff. = Basset, Contes populaires d’Afrique, S. 12 ff.
Basset, Zenatia, S. 134; Basset, Nouveaux contes berbères, Paris, 1897, S. 349.
Ähnlich wie hier Schahas Frau den Wasserschlauch hergibt, verkauft bei Pitrè, Novelle popolari toscane, S. 187 Giucca Quattrini für Töpfe. Über dieses Motiv, das Verschleudern wertvoller Dinge durch einen Dummkopf, vgl. Köhler, I, S. 66, 71, 342 und 391; zu den an diesen Stellen und im Archiv für slavische Philologie, XXI, S. 285 gegebenen Nachweisen kommen noch E. Sklarek, Ungarische Volksmärchen, Leipzig, 1901, S. 251 ff. und 298, M. Preindlsberger-Mrazović, Bosnische Volksmärchen, Innsbruck, 1905, S. 95 ff. und Chauvin, VI, S. 31 ff.
Zu der Wiedergewinnung vgl. Chauvin, V, S. 64, Note.
[394.] Fourberies, Nr. 2; Nawadir, S. 6; vgl. oben Nr. 160.
Hartmann, S. 53 ff.
Ungefähr dasselbe erzählen das Hadikat al afrah, von asch Schirwani (Basset in der RTP, XIV, S. 290) und Roda Roda, S. 75.
[395.] Fourberies, Nr. 5; Nawadir, S. 13.
Fourberies, S. 26.
Die an dieser Stelle zitierte älteste Version der Geschichte aus Abdirabbihis Kitab al ikd al farid, hat Basset in der RTP, XV, S. 282 übersetzt; ebendort zitiert Basset noch eine Parallele aus dem Mustatraf, von al Abschihi; vgl. weiter Dschami, Bäharistan, S. 73 ff., Kuka, S. 205, Nr. 133 und Galland, S. 33.
[396.] Fourberies, Nr. 7; Buadem, Nr. 98; Tréfái, Nr. 131; Serbisch, S. 86; Kroatisch, S. 52.
[397.] Fourberies, Nr. 9; Nawadir, S. 12.
Fourberies, S. 25; Basset in der RTP, XVIII, S. 138 (eine ähnliche Erzählung steht schon in dem Kitab al ikd al farid, von Abdirabbihi).
[398.] Fourberies, Nr. 10; Nawadir, S. 11; Buadem, Nr. 104; Serbisch, S. 88 ff.; Kroatisch, S. 58 ff.
Fourberies, S. 25; Basset in der RTP, XVII, S. 606.
[399.] Fourberies, Nr. 12.
Köhler, I, S. 500; Hartmann, S. 57.
In einer Erzählung des im siebenten Jahrhundert n. Chr. verfaßten Midrasch Echa rabbathi, verteilt ein Mann aus Jerusalem als Gast fünf Hühner auf folgende Weise: der Hausherr und sein Weib erhalten ein Huhn, die zwei Söhne eines, die zwei Töchter eines und er selber zwei, so daß überall die Zahl drei resultiert. A. Wünsche, der diese Erzählung in der Z. f. vgl. Littg., N. F., IV, S. 40 ff. mitteilt (andere Parallelen bei Armeno-Wetzel, Die Reise der Söhne Giaffers, hg. v. Fischer u. Bolte, Tübingen, 1895, S. 207), bringt ebendort, S. 43 ff. eine völlig entsprechende Variante aus Johannes Juniors Scala coeli, Ulm, 1480, Bl. 37b bei:
Cum in prandio quinque haberet perdices, voluit, ut secundum scientiam divinam eas divideret. Tunc clericus: In divinitate trinitas est principium, et ideo vobis et dominae do unam et sic estis tres, duabus filiabus unam et sic sunt tres, duobus filiis unam et sic estis tres; mihi soli duas et sic sumus tres.
Vereinfacht ist dieses Beispiel in der türkischen Volkserzählung Vom Räuber und vom Richter, die wie Prelog bemerkt, der Steindruckausgabe von Nasreddins Schwänken als Saum für jede Seite beigeschrieben wurde (vgl. Chauvin, V, S. 187). Dort heißt es (Camerloher, S. 69 ff.):
Der Richter ..... hieß ihn auch die drei Hennen austeilen. Der Räuber schaute sich um, sah, daß die Kinder und die Diener weggegangen waren, gab eine Henne der Richterin und die zwei andern sich selbst.
Richter: »Was ist dies für eine Verteilung?«
Räuber: »Die Henne ist eins, und ihr beide dazu macht drei; ich bin eins, und die zwei Hennen dazu macht drei.«
Man sieht, daß die Schnurre Dschehas nur eine nicht unwitzige Steigerung dieser Geschichte darstellt. Vgl. auch unten Nr. 467.
[400.] Fourberies, Nr. 19; Pharaon, S. 185 ff.; Pann, S. 353 ff.
Fourberies, S. 74.
[401.] Fourberies, Nr. 22; Nawadir, S. 10.
Fourberies, S. 24 und 79.
Hammer, Rosenöl, II, S. 274 ff.; Gladwin, II, S. 25, Nr. 66; Clouston, Flowers, S. 95 ff.; Kuka, S. 83 ff.; Basset in der RTP, XIII, S. 617 (aus dem Mustatraf, von al Abschihi). Vgl. auch Wesselski, Mönchslatein, Nr. 20 und die Noten auf S. 206.
[402.] Fourberies, Nr. 23; Buadem, Nr. 99; Nawadir, S. 5; Serbisch, S. 86.
Fourberies, S. 19 ff.
Aristoteles und die Königin: Wesselski, Mönchslatein, S. 244 ff.; dort wären noch anzuziehen gewesen Bolte, Die Singspiele der englischen Komoedianten, S. 21, Gaudefroy-Demonbynes in der RTP, XI, S. 530, Basset ebendort, XV, S. 109 ff. und A. Borgeld, Aristoteles en Phyllis, Groningen, 1902.
[403.] Fourberies, Nr. 24; Nawadir, S. 44.
Fourberies, S. 73.
Vgl. Arlotto, I, S. 193 ff., wo noch auf Boltes Anmerkung zu Schumanns Nachtbüchlein, Nr. 42, S. 409 und hinter Freys Gartengesellschaft, S. 284, auf Bolte in der ZVV, XIII, S. 422 und auf Cosquin, II, S. 209 zu verweisen gewesen wäre.
[404.] Fourberies, Nr. 33.
[405.] Fourberies, Nr. 35; vgl. auch dort Nr. 36.
Fourberies, S. 74.
Der Betrug mit dem Ziegenfelle, auf das der Sohn als angeblicher Käufer mitbietet, kehrt wieder zu Beginn der 6. Erzählung bei Socin und Stumme, Der arabische Dialekt der Houwara, S. 35 und 98 (= Basset, Contes populaires d’Afrique, S. 121), die uns noch unten bei Nr. 407 begegnen wird; vgl. auch Henning, Tausend und eine Nacht, XIX, S. 13 ff. und Chauvin, VIII, S. 107.
[406.] Fourberies, Nr. 37.
Vgl. die 66. Facetie Poggios: Dictum Perusini ad uxorem, und die 93. der Cent nouvelles nouvelles‚. Ausführliche Nachweisungen gibt Bolte zu Frey, Nr. 21, S. 223 ff.; dazu kommen noch Domenichi, Facetie, 1562, S. 25 ff. und 282 (= Ausgabe von 1581, S. 30 und 349) und Sagredo, L’Arcadia in Brenta, S. 386 ff.
Anders Serbisch, S. 128:
Der Hodscha Nasreddin hatte seiner Frau neue Pantoffel gekauft, aber mit Papiersohlen. Als das die Frau sah, begann sie mit dem Hodscha zu zanken, aber er sagte zu ihr: »Du nichtsnutziges Ding, kümmere dich um deine Arbeit; wollte Gott, du könntest mit dem Fuß nicht mehr auftreten; dann könntest du sie hundert Jahre tragen.«
[407.] Fourberies, Nr. 38; siehe Nr. 426 und 427, ferner die Dschahangeschichte bei Stumme, Malta, S. 50 ff. (= Stumme, Studien, S. 37), den Schluß des 91. Stückes: Dschahans Abenteuer, bei Ilg, II, S. 43 ff. und Pitrè, Novelle popolari toscane, S. 184 ff. (von Giucca). Vgl. auch oben Nr. 277 und die Noten dazu.
Fourberies, S. 75; Basset in der RTP, XI, S. 498 ff.
Über den Verkauf an einen Vogel, einen Baum, eine Statue usw. handeln Köhler, I, S. 51, 65, 98 und 99 ff., Basset im Loqmân berbère, S. 77 ff., Köhler-Bolte in der ZVV, VI, S. 73, Clouston, Noodles, S. 143 ff., Cosquin, II, S. 179 ff. und Chauvin, VI, S. 125 ff. Ohne Rücksicht, ob schon zitiert oder nicht, gebe ich hier alle Versionen, die ich einsehn konnte, indem ich auch auf das oben bei Nr. 383 angezogene Motiv von dem Regen eßbarer Dinge Rücksicht nehme:
Stumme, Elf Stücke im Silha-Dialekt von Tázerwalt, Nr. 7 in der Zeitschr. d. Deutschen Morgenl. Ges., XLVIII, S. 403 ff. (an eine Eule; Regen von Bohnen und Erbsen); Stumme, Der arabische Dialekt der Houwara, S. 35 und 98 ff. (= Basset, Contes populaires d’Afrique, S. 121 ff.): (Eule; gewöhnlicher Regen. Scheint verderbt zu sein); Rivière, Recueil de contes populaires de la Kabylie du Djurdjura, S. 179 ff. (Kuckuck, Kuchenregen); Ilg, II, S. 51 ff. (Holzbildsäule; Weinbeerenregen); Giamb. Basile, Lo Cunto de li Cunti, j. I, t. 4 (1. Ausg. 1634), Napoli, 1891, I, S. 63 ff. = Der Pentamerone, übertragen von F. Liebrecht, Breslau, 1846, I, S. 61 ff. (Bildsäule; Regen von Rosinen und Feigen); R. Forster, Fiabe popolari dalmate, Nr. 13 im Archivio, X, S. 313 ff. (Mehl an Bäume; ohne Schatz) und 314 (Statue); Schott, Walachische Märchen, Stuttgart, 1845, zitiert bei Mackenzie, The Marvellous Adventures and Rare Conceits of Master Tyll Owlglass, New Ed., London, 1890, S. 313 (Baum); Haltrich, S. 232 ff. (Eiche); Krauss, Sagen und Märchen der Südslaven, I, S. 249 ff. (Buche); Sklarek, S. 204 ff. (Weidenbaum); Böhm, Lettische Schwänke, S. 42 ff. (Kiefern); Bladé, Contes populaires de la Gascogne, III, S. 127 ff. (Statue); Sébillot, Contes de la Haute-Bretagne, in der RTP, XI, S. 504 ff. und 505 (Heiliger); derselbe, Contes et légendes de la Haute-Bretagne, in der RTP, XXIV, S. 140 ff. (Heiliger; kein Schatz gefunden); J. Frison, Contes et légendes de la Basse-Bretagne, in der RTP, XXII, S. 404 ff. (Heiliger); Sébillot, Littérature orale de la Auvergne, S. 81 (Heiliger; kein Schatz gefunden); Carnoy, Littérature orale de la Picardie, S. 190 und 196 (Christusbild); Cosquin, II, S. 177 ff. (Ohne Schatz finden; Jean Bête nimmt dem Heiligen einfach die Leinwand wieder ab).
[408.] Fourberies, Nr. 40.
[409.] Fourberies, Nr. 41.
[410.] Fourberies, Nr. 42.
[411.] Fourberies, Nr. 43.
[412.] Fourberies, Nr. 52 und
[413.] Fourberies, Nr. 53.
Diese Erzählung hat eine merkwürdige Übereinstimmung mit dem 7. der KHM, der Brüder Grimm: Der gute Handel, und mit dem 52. Stücke der Krausschen Sagen und Märchen der Südslaven‚; in diesen beiden Märchen macht ein Bauer eine Königstochter durch die Erzählung von dem Fleischverkaufe an Hunde (s. oben die Anmerkung zu Nr. 277, wo auch auf Jahn, Schwänke und Schnurren, S. 103 ff. zu verweisen gewesen wäre) lachen und soll sie deshalb zur Gattin erhalten.
Königstochter lachen machen: Grimm, KHM, III, S. 115; Benfey, Pantschatantra, I, S. 518; Köhler, I, S. 93 ff. und 348; Bolte bei Montanus, S. 569; Archiv für slavische Philologie, XXI, S. 295, XXII, S. 301 und 307. Vgl. weiter Monnier, S. 325 ff. und 329; Sklarek, S. 206 ff. und 295; Wlislocki, Märchen und Sagen der transsilvanischen Zigeuner, Berlin, 1886, S. 119 ff.; Haltrich, S. 175 ff.; Wenzig, Westslawischer Märchenschatz, Leipzig, 1857, S. 312 ff.; Bladé, Contes populaires de la Gascogne, III, S. 23 ff.; Jacobs, English Fairy Tales, S. 154 und 249 (Motiv mißverstanden); Reinisch, Die Nuba-Sprache, I, S. 224 ff. Eine diesen Zug behandelnde Abhandlung von J. Polivka in der Pohadkoslovne studie, Prag, 1904 ist mir unbekannt geblieben.
[414.] Fourberies, Nr. 54 und
[415.] Fourberies, Nr. 55.
S. die Nrn. 347, 383 und 430.
[416.] Fourberies, Nr. 56.
Für diese Erzählung gilt das, was Benfey, Pantschatantra, I, S. 360 von ihrer Parallele, der äsopischen Fabel Von dem Bauern und der Schlange (Halm, Nr. 96) sagt, nämlich daß sie wie ein Fragment aussieht und nur den Eindruck von gehörtem und nicht völlig verstandenem, darum unzusammenhängendem macht; vor allem fehlt jeder Grund, daß Dscheha den Schakal in sein Haus aufnimmt. Vgl. Österleys Anmerkungen zu Gesta Romanorum, Nr. 141 und zu Kirchhof, Wendunmuth, VII, Nr. 91, die Anmerkungen Kurzens zu Waldis, I, Nr. 26, Chauvin, II, S. 94 und Nopcsa, Aus Sala und Klementi, Sarajevo, 1910, S. 63 ff.
Schakal (Fuchs) hat zehn (hundert etc.) Listen: Benfey, I, S. 316; Köhler, I, S. 408, 534 und 560; Chauvin, III, S. 54.
[417.] Fourberies, Nr. 59.
Zu der Probe der Scharfsichtigkeit vgl. Busch, Ut ôler Welt, S. 12 ff.
[418.] Fourberies, Nr. 60.