9. Die wandelnde Glocke.

Es war ein Kind, das wollte nie

Zur Kirche sich [bequemen],

Und Sonntags fand es stets ein [Wie],

Den Weg ins Feld zu nehmen.

Die Mutter sprach: Die Glocke tönt,

Und so ist dir's befohlen,

Und hast du dich nicht [hingewöhnt],

Sie kommt und wird dich holen.

Das Kind es denkt: Die Glocke hängt

Da droben auf dem [Stuhle].

Schon hat's den Weg ins Feld gelenkt,

Als lief' es aus der Schule.

Die Glocke, Glocke tönt nicht mehr,

Die Mutter hat [gefackelt].

Doch welch ein Schrecken [hinterher]!

Die Glocke kommt gewackelt.

Sie wackelt schnell, man glaubt es kaum;

Das arme Kind im Schrecken

Es läuft, es kommt, als wie im Traum',

Die Glocke wird es decken.

Doch nimmt es richtig seinen Husch,

Und mit gewandter [Schnelle]

Eilt es durch Anger, Feld und Busch

Zur Kirche, zur Kapelle.

Und jeden Sonn- und Feiertag

[Gedenkt] es an den Schaden,

Läßt durch den ersten Glockenschlag

Nicht in Person sich laden.

Goethe.

VOCABULARY.