Vom listigen Grasmücklein.

Klaus ist in den Wald gegangen,

Weil er will die Vöglein fangen;

Auf den Busch ist er gestiegen,

Weil er will die Vöglein kriegen.

Doch im Nestchen sitzt das alte

Vögelein just vor der Spalte,

Schaut und zwitschert: „Ei der Taus’ —

Kinderlein, es kommt der Klaus!

Hu, mit einem großen Prügel,

Kinderlein, wohl auf die Flügel!“

Prr, da flattert’s: Husch, husch, husch!

Leer das Nest und leer der Busch.

Und die Vöglein lachen Klaus

Mit dem großen Prügel aus,

Daß er wieder heimgegangen,

Zornig, weil er nichts gefangen;

Daß er wieder heimgestiegen,

Weil er konnt’ kein Vöglein kriegen.

Friedrich Güll.