II.

Der Wächter tutet in sein Horn,

Und stille sind die Straßen;

Vor unserm Fenster nur der Born

Kann nicht vom Plaudern lassen.

Wir wollen schlafen gehn.

Die Lichter löschen langsam aus,

Schwarz hängt die Nacht hernieder;

Der Schlummer geht von Haus zu Haus

Und schließt die Augenlider.

Wir wollen schlafen gehn.

Die Uhr schlägt zehn, die Welt schlief ein.

Die Winde gehen müde.

Vom Himmel glänzt der Sterne Schein.

Kehr auch in unsre Herzen ein,

Du stiller Sternenfriede!

Wir wollen schlafen gehn.

Albert Sergel