Gegrüßt, gegrüßt, ihr trauten Waldeshallen!
Gegrüßt, gegrüßt, ihr trauten Waldeshallen!
Hier hört ich einst im Wintersturmesdröhnen
Zum erstenmal das Hohelied des Schönen
Wie Orgelbraus durch eure Säulen schallen.
Hier fühlt ich süß der Sehnsucht erstes Wallen,
Und, um dem Sein das Träumen zu versöhnen,
Begann in leisen, ahnungscheuen Tönen
Der Knabenmund sein erstes Lied zu lallen.
So mancher Herbst hat seine welken Blätter
Seit jener Zeit auf dieses Haupt geschüttelt;
So manchen Winters schneidig kaltes Wetter
Hat kräftig mich aus manchem Traum gerüttelt –
Doch nun zu euch mein Wandern mich getrieben,
Heut fühl ich jubelnd: ich bin jung geblieben!
Ferdinand Avenarius