7.
Marco war einige Wochen lang krank, und Julia pflegte ihn nach Kräften. Doch als Marco wiederhergestellt war, erkrankte Julia.
Eines Abends begann sie laut zu stöhnen, da sie ihre
Schmerzen nicht länger verbeißen konnte. Die alte Vanozza erfaßte die Sachlage und hieß sie näherrücken.
Gegen den Morgen gebar Julia ein totes Kind.
— Schade, daß es tot ist, sagte Lorenzo, — es wäre ein prächtiger Halunke geworden! Selten genug trifft einen das Schicksal, im Kerker geboren zu werden.
Cosimo beschimpfte die Vanozza, weil sie Julien geholfen hatte.
— Laß sie, es ist ein Weib, entgegnete ihm die leidende Maria.
Am Morgen kamen die türkischen Kerkermeister, wie immer, schaufelten den kleinen ungetauften Leichnam mit dem Unrat zusammen und trugen ihn irgend wohin fort.