Nachwort
Als ich »Die dreizehn Bücher der deutschen Seele« zu Weihnachten 1921 nach fünfjähriger Arbeit heraus brachte, wußte ich, daß sie namentlich im neueren Teil noch Mängel aufwiesen. Meine Kraft reichte damals nicht aus, ihnen die Vollendung zu geben, die ich mir geträumt hatte. Sollte das Buch meinem Volk in seiner bitteren Geschlagenheit Trost bringen, durfte ich nicht länger mit der Drucklegung zögern.
Diese Volksausgabe endlich bot mir nach zwölf Jahren Gelegenheit, noch einmal Hand an das Werk zu legen. Es wäre undankbar, wollte ich nicht die beiden Männer nennen, die mich durch eine kritische Durcharbeitung meiner Kapitel unterstützten: Graf Adolf Dubsky und Graf zu Eulenburg-Wicken. Beide, der österreichische Katholik und der preußische Protestant, werden auch heute noch nicht mit jeder Einzelheit zufrieden sein können; aber ich hoffe, sie billigen mir zu, daß ich jeden Einwand bedachte und der Zwiespälte Herr zu werden suchte, die eine gerechte Darstellung der deutschen Geschichte so schwierig machen, weil sie weder den Katholiken noch Protestanten, weder den Preußen noch Österreicher, sondern den Deutschen schlechthin fordert.
Daß ich mit meinem Buch vielen Tausenden Trost brachte, als die Tröstungen in Deutschland noch selten waren, ist mir genügend bezeugt; daß seine Mission noch nicht erfüllt sei, ist der Glaube dieser Volksausgabe.