529. How brightly shines the Morning Star
Philipp Nicolai, 1556-1608
Tr. Catherine Winkworth, 1829-78
1.
Wie schön leuchtet der Morgenstern
Voll Gnad’ und Wahrheit von dem Herrn,
Die süsse Wurzel Jesse!
Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm,
Mein König und mein Bräutigam,
Hast mir mein Herz besessen,
Lieblich, freundlich,
Schön und herrlich, gross und ehrlich,
Reich von Gaben,
Hoch und sehr prächtig erhaben!
2.
Ei meine Perl’, du werte Kron’,
Wahr’r Gottes- und Mariensohn,
Ein hochgeborner König!
Mein Herz heisst dich ein Lilium,
Dein süsses Evangelium
Ist lauter Milch und Honig.
Ei mein Blümlein,
Hosianna, himmlisch Manna,
Das wir essen,
Deiner kann ich nicht vergessen!
3.
Geuss sehr tief in mein Herz hinein,
Du heller Jaspis und Rubin,
Die Flamme deiner Liebe
Und erfreu’ mich, dass ich doch bleib’
An deinem auserwählten Leib
Ein’ lebendige Rippe!
Nach dir ist mir,
Gratiosa coeli rosa,
Krank und glimmet
Mein Herz, durch Liebe verwundet.
4.
Von Gott kommt mir ein Freudenschein,
Wenn du mit deinen Aeugelein
Mich freundlich tust anblicken.
O Herr Jesu, mein trautes Gut,
Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut
Mich innerlich erquicken!
Nimm mich freundlich
In dein’ Arme, dass ich warme
Werd’ von Gnaden!
Auf dein Wort komm’ ich geladen.
5.
Herr Gott Vater, mein starker Held,
Du hast mich ewig vor der Welt
In deinem Sohn geliebet.
Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,
Er ist mein Schatz, ich bin sein’ Braut,
Sehr hoch in ihm erfreuet.
Eia, eia,
Himmlisch Leben wird er geben
Mir dort oben!
Ewig soll mein Herz ihn loben.
6.
Zwingt die Saiten in Zithara
Und lasst die süsse Musika
Ganz freudenreich erschallen,
Dass ich möge mit Jesulein,
Dem wunderschönen Bräut’gam mein,
In steter Liebe wallen!
Singet, springet,
Jubilieret, triumphieret,
Dankt dem Herren!
Gross ist der König der Ehren!
7.
Wie bin ich doch so herzlich froh
Dass mein Schatz ist das A und O
Der Anfang und das Ende!
Er wird mich doch zu seinem Preis
Aufnehmen in das Paradeis,
Des klopf’ ich in die Hände.
Amen! Amen!
Komm, du schöne Freudenkrone,
Bleib nicht lange,
Deiner wart’ ich mit Verlangen!
Known as the “Queen of the Chorales.” The words and music were written in 1527 by the Lutheran pastor, Philipp Nicolai, during the same pestilence that inspired “Wachet auf,” the “King of Chorales” ([No. 522]). Nicolai, in deep meditation concerning the suffering around him, started writing the hymn one morning, and forgetting his noonday meal, worked on till he had finished it in the late afternoon. It was first published in the author’s Freuden-Spiegel, Frankfurt, 1599, under the title, “A Spiritual bridal song of the believing soul, concerning her Heavenly Bridegroom, founded in the 45th Psalm of the prophet David.” Catherine Winkworth wrote of the chorale:
So popular did it soon become, that its tune was often chimed by city chimes, lines and verses from it were printed by way of ornament on the common earthenware of the country, and it was invariably used at weddings and certain festivals.
For comments on Miss Winkworth see [Hymn 236].
MUSIC. NICOLAI is usually known by the first line of the words for which it was written, “Wie shön leuchtet der Morgenstern.” It is a magnificent chorale tune. Mendelssohn used the tune in his Christus, and Bach made a harmonization of it.