548. Come, O come, Thou quickening Spirit
Heinrich Held, c. 1620-59
Tr. Charles W. Schaeffer, 1813-96
1.
Komm, o komm, du Geist des Lebens,
Wahrer Gott von Ewigkeit!
Deine Kraft sei nicht vergebens,
Sie erfüll’ uns jederzeit;
So wird Geist und Licht und Schein
In dem dunkeln Herzen sein.
2.
Gib in unser Herz und Sinnen
Weisheit, Rat, Verstand und Zucht,
Dass wir anders nichts beginnen,
Denn was nur dein Wille sucht!
Dein’ Erkenntnis werde gross
Und mach uns von Irrtum los!
3.
Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege!
Das, was wider dich getan,
Räume ferner aus dem Wege;
Schlecht und recht sei um und an!
Wirke Reu’ an Sünden Statt,
Wenn der Fuss gestrauchelt hat!
4.
Lass uns stets dein Zeugnis fühlen,
Dass wir Gottes Kinder sind,
Die auf ihn alleine zielen,
Wenn sich Not und Drangsal find’t;
Denn des Vaters liebe Rut’
Ist uns allewege gut.
5.
Reiz uns, dass wir zu ihm treten
Frei mit aller Freudigkeit;
Seufz auch in uns, wenn wir beten,
Und vertritt uns allezeit!
So wird unsre Bitt’ erhört
Und die Zuversicht gemehrt.
6.
Wird auch uns nach Troste bange,
Dass das Herz oft rufen muss:
Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange?
Ei, so mache den Beschluss;
Sprich der Seele tröstlich zu
Und gib Mut, Geduld und Ruh’!
7.
O du Geist der Kraft und Stärke,
Du gewisser, neuer Geist,
Fördre in uns deine Werke,
Wenn der Satan Macht beweist;
Schenk uns Waffen in dem Krieg
Und erhalt in uns den Sieg!
8.
Herr, bewahr auch unsern Glauben,
Dass kein Teufel, Tod noch Spott
Uns denselben möge rauben!
Du bist unser Schutz und Gott.
Sagt das Fleisch gleich immer nein,
Lass dein Wort gewisser sein.
9.
Wenn wir endlich sollen sterben,
So versichre uns je mehr,
Als des Himmelreiches Erben,
Jener Herrlichkeit und Ehr’,
Die uns unser Gott erkiest
Und nicht auszusprechen ist.
A fine hymn of invocation to the Holy Spirit, written for Whitsuntide, in 9 stanzas.
The author, Heinrich Held, a lawyer by profession, was born in Guhrau, Silesia. After receiving his education at the Universities of Königsberg, Frankfurt a. Oder, and Leyden, he practiced law in his home town of Guhrau where he lived all his life. He became one of the best Silesian poets and hymn writers, probably because he was taught in the school of affliction and suffering, brought about by the Thirty Years’ War.
The translation is by Charles W. Schaeffer, a native of Hagerstown, Maryland. After graduating from the University of Pennsylvania and the Theological Seminary at Gettysburg, he held several pastorates and then became a teacher in the Lutheran Theological Seminary in Philadelphia. Our hymn is a selection of stanzas 1, 2, 7, and 8.
MUSIC. EISENACH, also known as “St. Leonard,” and “Komm, O komm, du Geist des Lebens,” is an attractive melody, composed by Johann Christoph Bach, 1642-1703, an excellent musician, and a first cousin of the father of the eminent Johann Sebastian Bach. He was organist at Eisenach where he spent most of his life. The name of the tune is derived from Bach’s town. Much of the music he composed is extant, mostly in manuscript, but some keyboard and choral music is in print. His motet, I wrestle and pray, was published by Novello.