Ich verharrte noch immer stumm, starrte ihn an, als wäre er ein lebloser Gegenstand. Er zuckte kaum merklich die Achseln und lehnte sich abwartend im Lehnstuhl zurück.

„Nettis Mann ...“ sprach ich schließlich halbbewußt, mit Anstrengung, mehr zu mir selbst, als zu ihm.

„Ich war Nettis Mann“, verbesserte er mich gelassen. „Wir haben uns bereits vor langer Zeit getrennt.“

„Die Ausrottung ... wird nicht ... grausam ...“ stammelte ich, langsam fast unbewußt jenen Gedanken Ausdruck verleihend, die mein Gehirn durchwirbelten.

„Also darum handelt es sich“, meinte er ruhig. „Jetzt ist doch davon nicht mehr die Rede. Es wurde, wie Sie ja wissen, ein völlig anderer Beschluß gefaßt.“

„Ein anderer Beschluß ...“, wiederholte ich mechanisch.

„Was meinen damaligen Plan anbelangt“, fuhr Sterni fort, „so muß ich zugeben, daß ich ihn noch nicht gänzlich aufgegeben habe. Doch bin ich von seiner Richtigkeit nicht mehr so fest überzeugt.“

„Nicht mehr so fest ...“ wiederholte ich abermals.

„Ihre Genesung und Ihre Teilnahme an unserer Gemeinschaftsarbeit haben zum Teil meine Argumente widerlegt ...“

„Ausrottung ... zum Teil ...“ murmelte ich, und das ganze von mir empfundene Leid und Weh mochten wohl aus meiner unbewußten Ironie klingen. Sterni erblaßte, schaute mich bekümmert an. Dann trat Schweigen ein.