Die Anfänge der Kunst. §. 1–9.
Die Anfänge der Baukunst.
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§. 4. Tumuli, Topen, Pyramiden[4]
§. 5. Steinaltäre[8]
§. 6. Feengrotten und Steinkreise[9]
Die Anfänge der Bildnerei.
§. 7. Steinpfeiler, Gebaute Thierbilder[10]
§. 8. Bildersteine und Idole[11]
Die Anfänge der Malerei.
§. 9. Bilderschrift[13]
Die Kunst des Alterthums. §. 10–68.
A. Der Orient.
1. Die assyrische Kunst. §. 10–18.
§. 12–13. Assyrische Architektur[16]
§. 14–17. Assyrische Bildnerei und Malerei[22]
§. 18. Grabmonumente[29]
2. Die persische Kunst. §. 19–22.
§. 20. Die Ruinen von Persepolis[31]
§. 21. Die Ruinen von Pasargadä[33]
§. 22. Grabmonumente[34]
3. Die ägyptische Kunst. §. 23–29.
§. 24. Monumente von Unter- und Mittelägypten[38]
§. 25. Monumente von Theben[39]
§. 26. Monumente von Nubien[42]
§. 27–28. Aegyptischer Tempel- und Grabbau[43]
§. 29. Aegyptische Bildnerei und Malerei[46]
4. Die Kunst in Vorderasien. §. 30–33.
§. 31. Phönikische Kunst[51]
§. 32. Jüdische Kunst[54]
§. 33. Die Monumente in Phrygien und Lycien[55]
B. Die Kunst des klassischen Alterthums.
1. Hellas. §. 34–49.
§. 34. Die Anfänge der hellenischen Kunst[58]
§. 35–40. Die hellenische Baukunst[61]
§. 41. Die Monumente[69]
§. 42. Die Anfänge der hellenischen Plastik[73]
§. 43. Die äginetische, altattische, sikyonische und argivische Schule[75]
§. 44. Pythagoras und Myron[77]
§. 45. Phidias[78]
§. 46. Polyklet[81]
§. 47. Skopas, Praxiteles und Lysipp[83]
§. 48. Die Schulen von Pergamus und Rhodos[86]
§. 49. Vasenbilder[88]
§. 50. Hellenische Malerei[93]
2. Etrusker und Latiner. §. 51–55.
§. 51. Die Baukunst der griechischen Colonien[97]
§. 52. Gräberbau[98]
§. 53–54. Bildnerei und Malerei[99]
§. 55. Die Anfänge der römischen Kunst[102]
3. Rom. §. 56–61.
§. 57–59. Baukunst[105]
§. 60. Bildnerei[111]
§. 61. Malerei[113]
4. Das christliche Alterthum. §. 62–68.
§. 63. Die Katakomben[117]
§. 64. Die altchristlichen Basiliken[119]
§. 65–67. Die Monumente[122]
§. 68. Bildnerei und Malerei[126]
Die Kunst des Mittelalters. §. 69–92.
A. Der Orient.
1. Die Kunst des Buddhaismus und der Sassaniden. §. 69–71.
§. 69. Buddhaistische Monumente in Indien[128]
§. 70. Chinesische Bauten[133]
§. 71. Sassanidenkunst[133]
2. Die Kunst des Islams. §. 72.
§. 72. Monumente im Oriente, Aegypten, auf Sicilien und in Spanien[135]
3. Byzantinische Kunst. §. 73–74.
§. 73. Baukunst[143]
§. 74. Malerei und Bildnerei[148]
B. Das Abendland.
1. Die germanischen Völker im ersten christlichen Jahrtausend. §. 75–76.
§. 75. Baudenkmäler[151]
§. 76. Bildnerei und Malerei[157]
2. Die Architektur des christlichen Mittelalters. §. 77–85.
§. 77. System der romanischen Architektur[159]
§. 78. System der germanischen oder gothischen Architektur[165]
§. 79. Monumente in Frankreich[172]
§. 80. Monumente in Spanien und Portugal[175]
§. 81. Monumente in Grossbritannien[176]
§. 82. Romanische Monumente in Deutschland[178]
§. 83. Gothische Monumente in Deutschland[184]
§. 84. Monumente in Italien[189]
§. 85. Dekorative Architektur[193]
3. Bildnerei und Malerei. §. 86–92.
§. 86–87. Monumente[194]
§. 88–89. Styl und Symbolik[207]
§. 90. Prager und Kölner Schule[209]
§. 91. Italienische Bildnerei[212]
§. 92. Italienische Malerei[213]
Die Kunst des XV. und XVI. Jahrhunderts. §. 93–113.
A. Die italienische Kunst.
1. Baukunst.
§. 94. Der ältere Renaissancestyl[220]
§. 95. Der Renaissancestyl des 16. Jahrhunderts[223]
2. Bildnerei.
§. 96. Oberitalienische Plastik. Die Lombardi[228]
§. 97. Ghiberti und seine Zeitgenossen[229]
§. 98. Michelangelo Buonarroti[236]
3. Malerei.
§. 99. Uebersicht der Entwicklung der Malerei im 15. Jahrhundert[240]
§. 100. Masaccio und seine Schule[244]
§. 101. Leonardo da Vinci[247]
§. 102. Fra Bartolomeo und die Florentiner am Anfange des 16. Jahrhunderts[251]
§. 103. Die umbrische Schule[252]
§. 104. Raphael Santi[254]
§. 105. Michelangelo Buonarotti[261]
§. 106. Correggio[263]
§. 107. Venetianische Schule[265]
B. Die Kunst diesseits der Alpen.
§. 108. Die Kunstschulen zu Dijon und Tournay. Die Eyck'sche Schule[272]
§. 109. Der Kupferstich und Holzschnitt[280]
§. 110. Die nieder- und oberdeutschen Schulen. Die Nürnberger Bildnerei[283]
§. 111. Dürer, Holbein d. J. und Cranach d. Ä.[290]
§. 112. Die Kunstschule von Tours. Spanien[296]
C. Der Renaissancestyl ausserhalb Italien.
§. 113. Die Schule von Fontainebleau. Spanien. Die deutschen Länder[298]
Die Baukunst im XVII. und XVIII. Jahrhundert.
§. 114. Der Jesuitenstyl. Bernini und Borromini. Styl Louis XIV.[303]
Die Bildnerei im XVII. und XVIII. Jahrhundert.
§ 115. Italienische Sculpturen. Die Schule von Versailles[307]
Die italienische Malerei im XVII. Jahrhundert.
§. 116. Die Naturalisten und Eklektiker. Caravaggio und Caracci[311]
§. 117. Florentiner und Neapolitaner[317]
§. 118. Ausgang der italienischen Kunst[321]
Die französische Malerei im XVII. Jahrhundert.
§. 119. N. Poussin, Lesueur, Lebrun. C. Poussin, Claude Lorrain[322]
Die spanische Malerei im XVII. Jahrhundert.
§. 120. Die Schulen von Madrid und Sevilla[325]
Die niederländische Malerei im XVII. Jahrhundert.
§. 121. Rubens und seine Schule[331]
§. 122. Rembrandt und die holländischen Sittenmaler[337]
§. 123. Die Landschaftsmalerei[341]
§. 124. Schlussbetrachtung[344]
Kunst-Wegweiser durch Deutschland, Frankreich etc. nach dem Alphabete der Städte[347]

Erklärung der Bildtafel.

Zum besseren Verständnisse der §.§. 40 und 87, welche von der Polychromie der Architektur handeln, wurden in der [Bildtafel] Beispiele der vielfarbigen Bemalung von Baugliedern und ganzen Bauwerken zusammengestellt.

Die beiden Säulenkapitäle deuten die Anwendung der Polychromie in der ägyptischen Architektur an, und sind Wilkinson's Customs and Manners of the ancient Egyptians entlehnt.

In dem Dachbaue des dorischen Tempels wurde das von Kugler und Strack festgestellte System der Polychromie beibehalten. Sind auch die Meinungen über das Maass der Farbe an antiken Bauwerken noch immer getheilt, so bleibt dennoch das angeführte System am meisten empfehlenswerth, nicht allein, weil es unseren Vorstellungen von dem Schönheitssinne der Alten vollkommen entspricht, sondern auch, weil es mit den Zeugnissen der antiken Schriftsteller und mit den vorhandenen Resten am besten sich vereinigt.

Die Skizze der gothischen Polychromie ist nach einer Originalaufnahme des Inneren der Pariser Sainte Chapelle angefertigt worden. Bei der Restauration dieses mittelalterlichen Schatzkästleins fanden sich noch so viele und so deutliche Reste der ursprünglichen Bemalung vor, dass dieselbe mit vollkommener Treue und Genauigkeit erneuert werden konnte. Bemerkenswerth ist der rhythmische Wechsel in der Bemalung. Die Hauptdienste, welche in Verbindung mit zwei Nebendiensten als Gewölbeträger fungiren, sind wechselweise blau mit goldenen Lilien und roth mit kleinen Thürmen (fleurs de lys und château de Castille bilden die Wappenzeichen Ludwig des Heiligen) bemalt, so dass eine feste Regel durch die reiche Polychromie sich hindurchzieht; nur die beiden Pfeiler der Westseite, welche den Eingang einschliessen, weisen an demselben Dienste sowohl das eine wie das andere Ornament auf: Lilien im blauen Felde wechseln mit Thürmen im rothen Felde ab. Dass auch dieser Abweichung eine verständige Regel, ein kräftiges Gefühl für Symmetrie zu Grunde liegt, bedarf keines Beweises. Die Eingangsseite enthält die beiden Dekorationsschemata vereinigt, welche in der Längenrichtung auseinander treten und in lebendiger Weise sich fortbewegen. Jede andere Anordnung hätte das Gefühl für Harmonie verletzt. Der gleiche künstlerische Sinn für Harmonie spricht sich in dem Farbenverhältnisse aus, in welchem die bemalten Skulpturen zur polychromen Architektur stehen, wie überhaupt durch die vollständige Bemalung des Inneren und die glänzende Fenstermalerei eine gewisse Einheit gewahrt wird.


[Die Anfänge der Kunst.]