Die überwiegende Zahl der außereuropäischen Welthandelsplätze ist in englischen Händen: Singapore, Bombay, Aden, Sansibar, und auch an den Eingangs- und Durchgangspforten (Suezkanal, Gibraltar) sitzen die Engländer. Nichts illustriert besser den beherrschenden Einfluß des Inselreiches im Welthandel.
Die asiatischen Häfen habe ich schon genannt. Es wäre noch Hongkong ([Fig. 233] u. [Taf. XXIV]), Saigon und Yokohama in Japan hinzuzufügen. Das Ausfalltor Persiens ist Bender Abbas und im Golfe: Buschir.
Im Süden Afrikas herrscht Cape Town am Kap der guten Hoffnung, das, trotzdem der «Seeweg nach Ostindien» jetzt durch den Suezkanal geht, sich doch kräftig entwickelt hat. Im Westen Afrikas liegen zahlreiche aufstrebende Häfen, auch deutsche, die besonders die Produkte des Kongo und Nigerbeckens verschiffen. Von Süden nach Norden: Angra Pequena, Mossamedes, Benguella, Sao Paolo de Loanda, Matadi, Kamerun, Lagos, Accra, Monrowia, Freetown. An der Mündung des Senegal: St. Louis, in Marokko: Mogador. Im Osten Afrikas: Durban, Lorenzo Marquez, Moçambique, Dar es Salam, Sansibar ([Fig. 232]), Mombas.
Fig. 248.
Bambusröhre, wie man solche in Indien benutzt, um das Opium für die Durchschnitts-Untersuchung aus den Töpfen zu entnehmen.
[Kew Museum.]
Die Häfen des nördlichen Südamerika sind von Westen nach Osten:
In Ecuador: Guajaquil, Machala (Puerto Bolivar, Caraquez).
In Columbien, an der Westküste: Buenaventura, an der Nordküste: Manzanilla, Cartagena (durch Kanal mit dem Magdalenas verbunden), Sabanilla (versandet), Barranquilla.
In Venezuela: Maracaibo (am Eingang der Laguna de Maracaibo, [Fig. 234]), Porto Cabello, La Guaira ([Fig. 236]), Barcelona.
In British Guiana: Georgetown, in Holländisch-Guiana (Surinam): Paramaribo, in französ. Guiana: Cayenne.