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| JM | 23 | 1@4,6,7 | 6 Cases | 185 |
Samples on shew at 4, MINCING LANE, where Catalogues may be had.
Fig. 264.
Der Hof eines Drogenwarenhauses in London mit den Aufzügen und den zur Abführung der Drogen für den Kleinhandel bestimmten Wagen.
Die englische Einfuhr ersieht man aus der London Customs Bill of entry.
In London werden die Drogen meist einfach in der Form, wie sie eintreffen, zum Verkaufe gestellt. Ein eigentliches Sortieren, Mundieren, Auslesen, Sieben, Schneiden usw. findet in den Docks meist nicht statt, da es an Vorrichtungen zur Drogenappretur fehlt, doch werden z. B. die Muskatnüsse ausgelesen, die Vanillekisten geöffnet und die Schoten nach ihrem Werte sortiert, Copal (Animi) sortiert ([Fig. 258]). Die Ceylonzimtballen werden mittelst eines sehr einfachen Schrubbers — ein mittelst eines Nagels an zahlreichen Stellen durchlochter, auf ein plankonvexes Holzstück aufgenagelter Blechstreifen — an den Enden auf ihr Aroma in der Weise geprüft, daß man mittelst des Schrubbers über die Enden der Fardelen hinfährt und den Grad des Aromas feststellt. Oft werden sie umgepackt. Mit dem Drachenblut macht man die «Bodenprobe», d. h. man prüft den «Strich». Mit der halbflüssigen Socotraaloë aus Sansibar, die recht unangenehm riecht, macht man die Probe in der Weise, daß man einen Holzspatel eintaucht und das Abfließende auf sein Aussehen prüft.
Obwohl diese Prüfung nach dem Aussehen sichere Garantien natürlich nicht bietet und nicht bieten kann, muß anerkannt werden, daß sie in den meisten Fällen das Richtige trifft, da den Prüfenden eine reiche Erfahrung zur Seite steht. Oft bestätigt die chemische Wertbestimmung nur die empirisch gefundene Wertbemessung. So fand ich z. B., daß die Rhabarbersorten im Großhandel 1907 ganz die Preisskala zeigten, die ihnen nach meinen Bestimmungen des Gehaltes an Oxymethylanthrachinonen zukommen würde. Die gehaltreichsten hatten im Handel den höchsten, die gehaltärmsten den niedrigsten Preis, und auch die dazwischenliegenden Sorten entsprachen den betreffenden Orten der Gehaltskala.
Fig. 265.
Im Hafen von New York an der Brooklynbridge.
Eine Wanderung durch die Londoner Docks und Warehouses ist sehr interessant. Ich sah 1903 dort: Ungekalkte Muskatnüsse (Nutmegs), Bombay- und Penang-Macis in Kisten und Fässern von zwei Zentnern, schön geschälten Ingwer in Zentnersäcken, für 1½ Millionen Mark Nelken und zwar «rote» Nelken von Penang in Drei-Zentnerkisten und «braune» von Sansibar in Bastmatten von 125 lbs., Ballen von ostindischer Chinarinde in Bastmatten mit Sackleinwandumhüllung von 2½ Zentner, sowohl Fabrikrinde, wie Reneweds und Druggist quills. Früher füllten bis 25000 Ballen China die Docks, jetzt fand ich nur noch c. 2000, da Amsterdam jetzt den größten Teil der Kulturchina an sich zieht. Auch Anacardien hatten keine Käufer gefunden.