Diese leiten dann hinüber zu den eigentlichen physiologisch-pharmakologischen Systemen.

5. Einteilung nach den physiologischen Wirkungen der Arzneimittel.

Da ich die Pharmakologie aus der Pharmakognosie ganz eliminiere, könnte ich diese Systeme übergehen. Doch mag derselben — aus historischen Gründen — mit einigen Worten gedacht werden. Ich verweise im übrigen auf PEREIRAS Heilmittellehre ([S. 216]). PEREIRA gliedert diese Systeme in folgende (veraltete) Klassen: 1. Einteilung nach der allgemeinen Beschaffenheit der Arzneiwirkungen, 2. nach der BROWNschen Theorie, 3. nach der Lehre vom Contrastimulus, 4. nach BROUSSAIS Theorie, 5. nach physiologisch-chemischen Prinzipien, 6. nach den einzelnen affizierten Teilen, 7. physiologische Einteilung nach PEREIRA. Doch folgt PEREIRA selbst einem anderen System (vgl. [S. 219]).

Endlich hat man auch:

6. Einteilungen, welche sich auf die therapeutischen Eigentümlichkeiten der Arzneimittel gründen,

versucht. Auch diese können hier übergangen werden.

Doch mögen an dieser Stelle aus Gruppe 5 und 6, da auch pharmakognostisch und chemisch interessant, genannt sein:

CHOMEL, Catalogus plantarum officinalium secundum facultates. Paris 1730. — J. R. SPIELMANN, Institutiones materiae medicae praelectionibus academicis accomodatae Argentor. 1766, 1774 u. 1784 (innerhalb der pharmakologischen Gruppen alphabetisch). — BENJAMIN SMITH BARTON, Collections for an essay towards a Materia medica of the United States. Phil. 1798 and 1804 (in Bulletin of the Lloyd library). — K. F. BURDACH, System der Arzneimittellehre. 3 B. 1807–09, 2. Aufl. 4 B. 1817–19. — C. H. E. BISCHOFF, Die Lehre von den chem. Heilmitteln. 3 B. 1825–31. — W. GRABAU, Chemisch. physiolog. System d. Pharmakodynamik. Kiel 1837–38. — JOH. H. DIERBACH, Synopsis materiae medicae. 2 Vol. Heidelb. 1841. — BUCHHEIM, Lehrb. d. Arzneimittellehre. 1856 u. 1859. — BUCHHEIM-HARNACK, Lehrbuch der Arzneimittellehre. Hamburg 1883. — HUSEMANN, Handbuch der gesamten Arzneimittellehre. 1883. — CANTANI, Manuale di Farmacologia clinica, materia medica e terapeutica. Neapel 1890. — BERNATZIK u. VOGL, Lehrbuch der Arzneimittellehre. Wien 1886. — BINZ, Vorlesungen über Pharmakologie. Berlin 1886 und Grundz. d. Arzneimittellehre. 13. Aufl. 1901. — CLOËTTA-FILEHNE, Lehrb. d. Arzneimittellehre. 10. Aufl. 1901. — SCHMIEDEBERG, Grundr. d. Pharmakologie. 5. Aufl. 1906. — TAPPEINER, Lehrb. d. Arzneimittellehre. 6. Aufl. 1907. — FRÄNKEL, Kurzgefaßte Arzneimittellehre, 1906 u. Arzneimittelsynthese, 1906. — PENZOLDT, Lehrb. d. klin. Arzneibehandl. 5. Aufl. 1900. — KOBERT, Lehrb. der Pharmakotherapie. 1897 und 1908. — R. HEINZ, Lehrb. d. Arzneimittellehre. 1907. — M. ELFSTRAND, Läkemedelslära med särskild hänsyn till svenska farmakopéen. Upsala 1905. —

7. Geographisch-pharmakologisches System.

Ein sehr merkwürdiges System hat 1833 DIERBACH in Heidelberg in der Abhandlung: Chloris medica oder Übersicht der Arzneipflanzen nach ihrer geographischen Verteilung und nach ihren Heilkräften. Ein botanisch-pharmakologischer Versuch (TROMMSDORFFS N. Journ. d. Pharm. 1833 u. 1834) aufgestellt. Man kann es ein geographisch-pharmakologisches nennen. Es fußt auf dem Gedanken: ubi morbus ibi remedium (siehe [S. 20]), der gerade damals in SCHNURRERS Geographischer Nosologie, Stuttgart 1813, zum Ausdrucke gebracht worden war, übrigens viel älter ist (vgl. [S. 20]). DIERBACH unterscheidet: