Die Mutter aber sagte: »Wer ist denn das?«
Der Vater sagte ihr, daß es das braune Mädchen von dem hohen Nußberge sei und erzählte ihr, was es heute zu dem Schutze der Großmutter und der Kinder getan habe.
Dann wendete er sich zu der Gruppe der Kinder und sagte: »Komme her, du liebes Kind, wir werden dir sehr viel Gutes tun.«
Das Mädchen zog sich bei diesen Worten langsam von den Kindern zurück, und da es ein Stückchen entfernt war, fing es zu laufen an, es lief durch den Garten zurück, es lief um die Glashäuser herum und in dem nächsten Augenblicke sah man es schon in der Sandlehne emporlaufen.
Die Kinder gingen wieder zu ihren Eltern zurück.
»Schade, daß das Kind nicht näher kommt und so scheu ist,« sagte der Vater.
»Ich fange das Ding,« sagte ein Knecht.
Alle drei Kinder taten auf diese Aeußerung einen Angstschrei der Abwehrung.
»Lasse das,« sagte der Vater, »das Mädchen hat meiner Mutter und meinen Kindern heute den größten Dienst erwiesen. Darf man es überhaupt nicht rauh behandeln, so darf man es jetzt um so weniger, so lange es sich nicht schädlich erweist. Wir werden es schon auszukundschaften und zu finden wissen, dann muß es gut behandelt werden, daß es Zutrauen gewinnt, und wir werden die Art schon finden, wie wir das Kind belohnen und ihm sein Leben vielleicht nützlicher machen können, als es jetzt ahnt.«
Indessen war das Mädchen schon wie ein Hirsch auf die höchste Höhe gekommen, war noch einen Augenblick in den Klippen sichtbar und war dann verschwunden.