Während dieser Worte war ich aus der ungefügen Stellung im Grase hinter dem Bänklein auf den freien Raum herüber getreten, der sich vor dem Baume ausbreitet, Natalie hatte eine leichte Bewegung gemacht und sich wieder auf das Bänkchen gesetzt.

»Nach einem solchen Gange bedürft ihr freilich der Ruhe«, sprach ich.

»Es ist auch nicht gerade deswillen«, antwortete sie, »weshalb ich diese Bank suchte. So ermüdet ich bin, so könnte ich wohl noch recht gut den Weg durch die Felder und den Garten nach Hause, ja noch einen viel weiteren machen; aber es gesellte sich zu dem körperlichen Wunsche noch ein anderer.«

»Nun?«

»Auf diesem Platze ist es schön, das Auge kann sich ergehen, ich bin bei meinen Gedanken, ich brauche diese Gedanken nicht zu unterbrechen, was ich doch tun muß, wenn ich zu den Meinigen zurück kehre.«

»Und darum ruhet ihr hier?«

»Darum ruhe ich hier.«

»Seid ihr von eurer Kindheit an gerne allein in den Feldern gegangen?«

»Ich erinnere mich des Wunsches nicht«, antwortete sie, »wie es denn überhaupt einige Zeitabschnitte in meiner Kindheit gibt, an welche ich mich nicht genau erinnern kann, und da der Wunsch in meinem Gedächtnisse nicht gegenwärtig ist, so wird auch die Tatsache nicht gewesen sein, obwohl es wahr ist, daß ich als Kind lebhafte Bewegungen sehr geliebt habe.«

»Und jetzt führt euch eure Neigung öfter in das Freie?« fragte ich.