»Ich sehe sie sehr deutlich«, erwiderte sie, »ich sehe auch die Spitzen, die über das Eis empor ragen. Und auf diesem Eise seid ihr gewesen?«

»An seinen Grenzen, die es in allen Richtungen umgeben«, antwortete ich, »und auf ihm selber«.

»Da müßt ihr ja auch deutlich hieher gesehen haben«, sagte sie.

»Die Berggestaltungen des Kargrates, die wir hier sehen«, erwiderte ich, »sind so groß, daß wir seine Teile wohl von hier aus unterscheiden können; aber die Abteilungen der hiesigen Gegend sind so klein, daß ihre Gliederungen von dort aus nicht erblickt werden können. Das Land liegt wie eine mit Duft überschwebte einfache Fläche unten. Mit dem Fernrohre konnte ich mir einzelne bekannte Stellen suchen, und ich habe mir die Bildungen der Hügel und Wälder des Sternenhofes gesucht.«

»Ach nennt mir doch einige von den Spitzen, die wir von hier aus sehen können«, sagte sie.

»Das ist die Kargratspitze, die ihr über dem Eise als höchste seht«, erwiderte ich, »und rechts ist die Glommspitze und dann der Ethern und das Krummhorn. Links sind nur zwei, der Aschkogel und die Sente.«

»Ich sehe sie«, sagte sie, »ich sehe sie.«

»Und dann sind noch geringere Erhöhungen«, fuhr ich fort, »die sich gegen die weiteren Berghänge senken, die keinen Namen haben und die man hier nicht sieht.«

Da wir noch eine Weile gestanden waren, die Berge betrachtet und gesprochen hatten, wendeten wir uns um und wandelten dem Schlosse zu.

»Es ist doch sonderbar«, sagte Natalie, »daß diese Berge keinen weißen
Marmor hervorbringen, da sie doch so viel verschiedenfarbigen haben.«