»Die Reise, mein Vater«, entgegnete ich, »wünsche ich, so bald es nur möglich ist, anzutreten, am liebsten sogleich morgen oder wenn ein Aufschub sein muß, doch übermorgen.«
»Es wird nicht verspätet sein, wenn du übermorgen reisest, da sich noch Einiges zum Besprechen ergeben kann«, antwortete er.
Klotilde äußerte ihre Freude, daß einmal alle eine Reise antreten würden.
»Und für den guten Vater könnte nun öfter der Anlaß gegeben sein«, sagte die Mutter, »daß er in das Freiere und Weitere komme, daß er reine Luft atme und Berg und Wald und Feld betrachte.«
»Ich werde doch einmal, meine liebe Therese, mein Buch abschließen«, erwiderte der Vater, »und es wird für mich der Stillstand der Geschäfte eintreten. Sie mögen in andere Hände übergehen oder sich ganz auflösen. Dann wird es Zeit sein, im Anblicke von Berg, Wald und Feld ein Haus zu mieten oder zu bauen, daß wir im Sommer dort und im Winter hier wohnen, wenn wir nicht gar lieber auch manchen Winter draußen bleiben wollen.«
»So hast du oft gesagt«, antwortete die Mutter, »aber es ist nicht geschehen.«
»Wenn Zeit und Ort darnach angetan sind, wird es geschehen«, erwiderte er.
»Wenn dann noch deine Gesundheit und dein geistiges Wesen davon den gewünschten Nutzen ziehen«, sagte die Mutter, »werde ich jeden Winter preisen, welchen wir mitten in irgend einem Lande zubringen.«
»Es wird sich Vieles ereignen, woran wir jetzt nicht denken«, antwortete der Vater.
Wir standen von dem Frühmahle auf, und jedes ging an seine Geschäfte.