Klotilde nahm mit Tränen Abschied und sagte leise, als ich sie an mich drückte: »Gehe mit Gott, es wird Alles recht sein, was du tust, weil du gut bist und weil du auch klug bist.«

Ich sprach die Hoffnung aus, daß ich bald wieder kommen werde, und ging die Treppe hinab.

Meine Reise war sehr schnell, weil überall die Pferde schon bestellt waren, weil ich nirgends schlief und zum Essen nur die kürzeste Zeit verwendete.

Als ich im Sternenhofe in das Zimmer Mathildens trat, kam sie mir entgegen und sagte: »Seid willkommen, es ist Alles, wie ich gedacht habe; denn sonst wäret ihr nicht zu mir, sondern zu unserem Freunde gekommen.«

»Meine Angehörigen ehren euch, ehren unseren Freund und glauben an unser Glück und an unsere Zukunft«, erwiderte ich.

»Seid willkommen, Natalie«, sagte ich, als diese gerufen worden und in das Zimmer getreten war, »ich bringe freundliche Grüße von den Meinigen.«

»Seid willkommen«, antwortete sie, »ich habe immer gehofft, daß es so geschehen und daß eure Abwesenheit so kurz sein wird.«

»Meine Hoffnung war wohl auch dieselbe«, erwiderte ich, »aber jetzt ist alles klar, und jetzt ist völlige Beruhigung vorhanden.«

Wir blieben bei Mathilden und sprachen einige Zeit miteinander.

Am zweiten Tage nach meiner Ankunft reiste ich zu meinem Gastfreunde.
Mathilde hatte mir einen Wagen und Pferde mit gegeben.