»Habt ihr nicht etwas in unserem Garten gehört, das euch besonders auffallend war?« fragte er.
»Den Vogelsang«, sagte ich plötzlich.
»Ihr habt richtig bemerkt«, erwiderte er. »Die Vögel sind in diesem Garten unser Mittel gegen Raupen und schädliches Ungeziefer. Diese sind es, welche die Bäume, Gesträuche, die kleinen Pflanzen und natürlich auch die Rosen weit besser reinigen, als es Menschenhände oder was immer für Mittel zu bewerkstelligen im Stande wären. Seit diese angenehmen Arbeiter uns Hilfe leisten, hat sich in unserm Garten so wie im heurigen Jahre auch sonst nie mehr ein Raupenfraß eingefunden, der nur im Geringsten bemerkbar gewesen wäre.«
»Aber Vögel sind ja an allen Orten«, entgegnete ich. »Sollten sie in eurem Garten mehr sein, um ihn mehr schützen zu können?«
»Sie sind auch mehr in unserem Garten«, erwiderte er, »weit mehr als an jeder Stelle dieses Landes und vielleicht auch anderer Länder.«
»Und wie ist denn diese Mehrheit hieher gebracht worden?« fragte ich.
»Es ist so, wie ich früher von den Bäumen gesagt habe, man muß ihnen die Bedingungen ihres Gedeihens geben, wenn man sie an einem Orte haben will; nur daß man die Tiere nicht erst an den Ort setzen muß wie die Bäume, sie kommen selber, besonders die Vögel, denen das Übersiedeln so leicht ist.«
»Und welche sind denn die Bedingungen ihres Gedeihens?« fragte ich.
»Hauptsächlich Schutz und Nahrung«, erwiderte er.
»Wie kann man denn einen Vogel schützen?« fragte ich.