Manche alten Kämpen der Turnerfeuerwehr und Rettungscompagnie werden frühere Mitglieder der beiden Corps auf unserem Bilde erkennen. Viele — viele von ihnen sind längst schlafen gegangen.

Es ist nicht zu leugnen, daß sich mit der Neuorganisation der Leipziger Feuerwehr zu einem möglichst organischen Ganzen, sich die Wache der freiwilligen Wehren allmälig als überflüssig — ja vielleicht sogar der allgemeinen Verwaltung — hinderlich erwies und so kam es denn, daß im Laufe der Zeit Zustände eintraten, bei denen die freiwilligen Wehren fühlen mußten, daß sie — entbehrlich waren und dies höheren Ortes längst anerkannt wurde. Das Beste wäre nun wohl gewesen, wenn man dies einfach und offen den Corps mitgetheilt hätte, statt dessen — und dies wohl wieder, weil man ihre früheren großen Dienste eben ganz und voll anerkannte — suchte man durch kleinliche Manöver mancher Art die Corps zu veranlassen, selbst zu gehen, und als dies denn endlich geschah, konnte man sich nicht wundern, daß Gefühle bitterer Enttäuschungen und Zurücksetzungen mit zum Ausbruch kamen, wenn auch nur innerhalb der letzten Versammlungen und geselligen Feste der Corps selbst.

Der Rath schrieb auch »Ich danke schön,

Es ist schon gut — der Mohr kann geh’n —

Gebt möglichst bald — am liebsten gleich,

Die Blousen ab — und Euer Zeug!«

D’rauf streckten alle das Gewehr —

Mit Gurten, Flechen, Beilen schwer,

Beladen sah man Manchen hin —

Zu Brutus — unserm Hausmann zieh’n! u. s. w.