„Also achtzehn Jahre! Er ist zu jung, um schon Kornett zu sein. Was hat sich Sein Vater dabei gedacht?“
„Ich habe ihn gar nicht danach gefragt!“
„So ist Er hinter dessen Rücken zum Militär gegangen!“
„Ich und mein Bruder auch!“
„Hat es denn so gebrannt?“
„Das freie Leben wollt’ ich – wollte ein Pferd zwischen den Schenkeln, hatte es satt, die Schulbank zu reiten! Mir brummt noch der Schädel von all dem Latein!“
„Schon gut! Aber warum denn gleich in ausländischen Dienst? Warum zu den Schweden? Gab’s für einen Mecklenburger nichts Näherliegendes – wenn’s schon Ausland sein mußte? Preußen zum Beispiel?“
„Bei den Preußen dienen schon zwei meiner Brüder. Und was sie zu melden wußten, verlockte mich nicht.“
„Bei uns Preußen gibt’s eben Disziplin!“
„Bei den Schweden auch, Herr Oberst!“ versetzte Gebhard, und seine Haltung straffte sich. „Das schwedische Regiment lag übrigens gerade auf Rügen, wo ich zu Besuch war!“