Kutschera fuhr zurück.
„Majestät – das hieße doch dem Kaiser Napoleon die Rückzugsstraße öffnen!“
„San’s mei Truppen, oder san’s net?“
„Gewiß sind sie es –“
„Na, denn sofort einen Adjutanten zum Fürsten Schwarzenberg senden! Der Fürst soll sofort Gyulai mit seiner Truppe aus Lindenau zurückziehen!“
Kutschera verbeugte sich. Der Adjutant wurde expediert.
„Nun erzählen’s weiter!“
Kutschera erzählte dann den weiteren Fortgang der vorgestrigen Schlacht, wie Klenau und Gortschakow mit dem rechten Flügel zurückgehen mußten – wie Kleist mit dem linken standhielt, wie dagegen das Zentrum unter Prinz Eugen durchbrochen wurde, als Murat mit achttausend Reitern zur Attacke vorstürmte – wie die französische Reiterei fast bis zum Wachberge hinter Güldengossa vorgedrungen war, wo die Monarchen an dem Tag ihren Hügel hatten, und wie sie allesamt gefangengenommen worden wären, [pg 338]wenn nicht Orlows Kosaken und die russische Gardekavallerie den Franzosen in die Flanke gesaust wären und sie vertrieben hätten.
„Mei Pferd!“ rief dann Kaiser Franz plötzlich. „Schauen’s a mal wieder nach, lieber Kutschera, ob’s auch paratsteht? Und schauen’s auch nach der Bedeckung!“
Kutschera beruhigte den Kaiser darüber.