Er verfügte sich nach den entlegenen Sälen, wo fern vom Getaumel trinkfeste Männer Bacchus huldigten. Er tat im Vorbeigehen einen Blick in den Spielsaal, ging aber nicht hinein. Er liebte immer noch das Spiel fast ebenso leidenschaftlich wie die schönen Frauen. Seit Anfang des Feldzuges rührte er aber keine Karte mehr an.
Aufregung und Anregung gab ihm der Krieg zur Genüge. Dazu bedurfte er des Spieltisches nicht!
Er begab sich also in den Keller, nahm unbemerkt im Dunkel einer Nische Platz und ließ sich Wein kommen.
Um den langen Tisch, inmitten des Saales, saßen eine ganze Reihe meistens jüngerer Offiziere mit hochroten Gesichtern in eifrigster Unterhaltung. Sie schimpften, daß es Blücher gar warm ums Herz wurde, und verdonnerten die Diplomaten nach Noten.
„Habt ihr den Metternich gesehen?“ rief einer. „Wenn ihr den Fuchs gesehen habt, dann wißt ihr Bescheid. Wir Preußen sollen da immer und immer wieder bluten, nur um den Engländern und den Österreichern die Kastanien aus dem Feuer zu holen! Und nachher werden wir geprellt! Wir haben Napoleon besiegt, haben ihn aufs Haupt geschlagen – und der Herr Metternich hat nichts Eiligeres zu tun, als ihm den Rücken zu steifen! Habt ihr von den Friedensbedingungen gehört, die er jetzt wieder dem Franzmann geboten hat? Friede und Freude, und die Pyrenäen, die Alpen und den Rhein als Grenzen!“
Ein allgemeiner Aufschrei beantwortete die Nachricht.
„Schufte und Gauner sind’s, die das befürworten!“
„Es sind hohe Herren, Fürsten und Generäle darunter!“
„An den Galgen mit ihnen!“
„Aufknüpfen das ganze Gesindel! Schwarzenberg und Metternich voran!“