„Ein braver Offizier,“ sagte der König, „ich erinnere das alles jetzt ganz gut! Soll aber ein gar wüster Spieler und Duellant sein und auch hinter den Weiberschürzen her – wie alle von den Bellingschen! Ein Zigeunerregiment ist das immer gewesen und keine Husaren!“
Er stieß mit dem Krückstock hart auf dem Boden auf.
„Gib doch dem Hund zu trinken,“ schrie er dem Lakaien zu, „du siehst ja, daß er erstickt!“
Dem Hund wurde Wasser gegeben, seine Schnauze und Pfoten mit Servietten abgewischt. Schweifwedelnd schlich er an den König heran und leckte ihm die Hände.
„Ein wüster Duellant – ein Raufbruder!“ wiederholte der König. „Er sieht, ich kenne meine Leute!“
„Zu Befehl! Der Säbel saß ihm stets locker in der Scheide“, sagte Lölhöffel trocken und blickte in sein Dokument. „Hier steht noch angeführet, daß der Regimentsadjutant Blücher wegen Herausforderung seines Chefs, des Obristen Belling, strafversetzt werden mußte!“
„Was sagte ich!“ knurrte der König gallig. „Ein aufrührerischer Krabat! An seinen Chef wollte er heran! Und nun möchte er gar an uns selbst sein Mütchen kühlen! Ich werde ihn schon Mores lehren!“
Er erhob den Stock und schlug auf den Tisch. „Keinen [pg 34]Pardon vor ihm! Keinen Pardon! Und den Abschied auch nicht!“
„Wollen Majestät gnädigst verstatten? Hier steht noch von einer öffentlichen Belobigung des gedachten Rittmeisters aus Allerhöchstdero eigenem Munde!“
Lölhöffel zeigte auf sein Dokument.