„Na – schneid nur nicht auf! – Ich werd’ mir wohl denn schon nichts daraus gemacht haben! Aber, das weiß ich noch bestimmt, im Schwimmen stellte ich meinen Mann, und mach’s heute noch!“
„Na – damals bist du aber unterlegen, Gebhard, und das stimmt. Und dann – erinnerst du noch, als wir die große Schlacht auf dem Teutoburger Wald schlugen und du der Hermann warst und ich der Varus? Weißt du noch, wie wir dir alle deine Leute totschlugen und dich dann mit Stricken banden?“ –
„Das lügst du!“
„Wahrhaftigen Gottes, das lüge ich nicht. Du siegtest sonst immer, und niederträchtig hast du uns dann immer behandelt! Und da haben wir uns schließlich verschworen und deine Germanen mit Zuckerzeug bestochen – meine ganze Sparbüchse ging drauf! Sie waren aber gern damit einverstanden, ihrem Arminius einen Schabernack zu spielen. Das nächste Mal, als der Kampf losging, da starben sie denn auch richtig wie die Fliegen von dem Zuckerzeug, kaum daß wir sie angesehen hatten! Und da dauerte es nicht lange – da hatten wir auch den Arminius bei den Hammelbeinen und schnürten sie ihm feste zusammen, daran erinnere ich mich noch, als wäre es gestern!“
„Das erinnerst du falsch, Hans Jörg, und das steck’ dir hintern Spiegel!“
„Nun, das werde ich wohl wissen, wo ich dich selbst gebunden habe!“
„Das lügst du!“
„Mit ’nem richtigen Schiemannsknoten knüpfte ich dir deine Apostelpferde zusammen. Ich hatte meine Mutter ihre Wäscheleine zu dem Zweck gestibitzt. Ich fühle ja noch die [pg 442]Wichse, die sie mir dafür gab. Und das sollte ich mir nicht richtig erinnern?!“
„Nee – das ist nun und nimmermehr wahr!“
„Daß wir dich banden? Nun, so wahr, wie daß ich hier vor dir stehe!“