»Ich werde mir denn erlauben, der Frau Mama für den Tanzunterricht bei Ihnen tausend Pfund anzubieten!«
»Aber nur für den Tanzunterricht!«
»Selbstverständlich nur dafür! — Ich bitte aber außerdem, mir die Gnade erweisen zu wollen, diese kleine Gabe anzunehmen als Zeichen, daß Sie mich des Vorzugs würdigen, mich auch als Ihren Freund zu betrachten!«
Er entnahm seiner Tasche ein Etui, öffnete es, und vor ihren Augen glitzerte ein herrlicher Brillantschmuck.
Barberina liebte die Brillanten, und diese waren von auserlesener Schönheit. Die Glut der Hölle schien mit dem Leuchten des Himmels in ihrem Funkeln vereinigt zu sein! Als sie aber den Schmuck in die Hand nahm, schossen aus ihm blaue Blitze hervor wie aus den Augen ihres Geliebten, als er von der ihm aufgezwungenen Verlobung erzählte!
Sie klappte das Etui zusammen, stellte es auf den Tisch und blickte Sir Josuah scharf an.
»Wie ich Ihnen bereits sagte, verstand ich bis jetzt nichts von geschäftlichen Dingen! Es scheint mir aber, daß Ihre bloße Anwesenheit genügt, mir die Augen zu öffnen! Ich fange schon an, ein wenig zu begreifen!«
»Sehen Sie!«
»Da Sie wohl aber von den zwischen mir und Lord Stuart bestehenden Beziehungen ebensogut unterrichtet sein werden wie von den gewaltsamen Maßnahmen, uns zu trennen, möchte ich Ihnen gleich sagen, daß meine Empfindungen — oder vielmehr der Verzicht darauf — nicht käuflich sind!«
»Wer wird denn gleich so häßlich denken? Dieser Schmuck sollte nur ein Zeugnis von meiner aufrichtigen Bewunderung für die große Künstlerin ablegen, und von der Verehrung, die ich für Ihre Person empfinde! — Sie werden mir doch nicht den Schmerz antun, ihn zurückzuweisen?«