»So bleiben Sie denn! Nehmen Sie den Kampf auf! Wenn Sie vor der Schlacht fliehen — dann allerdings ——« Sie überlegte einen Augenblick.

»Wohlan denn! Ich bleibe! Ich nehme den Kampf auf!«

»Aber keine Feindseligkeiten! Ich bitte Sie — ich flehe Sie darum an! Sie wissen: ich verabscheue nichts so sehr wie Aufregungen im Theater!«

»Hoheit können unbesorgt sein! Ich kämpfe nur durch meine Leistungen!«

»Bravo!« rief d'Argenson.

»Sie werden siegen!« beteuerte Carignan und griff nach dem verschmähten Ring. »Gestatten Sie mir, im Vorgefühl Ihres gewissen Triumphes Ihnen dies kleine Angebinde nochmals zu offerieren? Sie lehnen es doch nicht ab? Sie tun mir den Schmerz nicht an?«

Er schob ihr nochmals den Ring an den Finger, und sie ließ es jetzt zu.

»Merci! Ich werde ihn als Zeichen guten Einverständnisses behalten«, sagte sie gnädigst. »Und jetzt will ich nicht länger aufhalten! Meine Nebenbuhlerin wartet!«

»Aber ich sagte Ihnen ja —— ich werde sie nicht —«

»Ich weiß! Hoheit gaben Ihr Ehrenwort, sie nicht zu empfangen! Dann ist es eben höchste Zeit, daß ich Platz mache! — Bon jour, messieurs! Ich wünsche gute Unterhaltung!«