Mit großen Augen sah Betti nach ihr und wagte keine Frage mehr.

»Wie viel Geld hast du ihm schon geschickt, Betti?«

»Ach, mein Gott, laß mir die Sorg allein, Christine.«

»Nein! Ich will alles wissen! Alles! Verstehst du?«

Betroffen und forschend schaute das gequälte Mutterl in das trotzige Angesicht ihres Lieblings. So herb und starr hatte sie die lieben stolzen Züge noch nie gesehen. Langsam, als sei ihr jede Sekunde Verzögerung Gewinn, schlürfte sie zu ihrer Schublade und brachte nach längerem Herumkramen ein vergriffenes Notizbuch hervor.

»Da!« Ein Blick, der strafte und zugleich flehte, begleitete dieses Wort.

Rasch flogen Christinens suchende Blicke über die ungefügen Ziffern. Dann richteten sich die großen blauen Augen kalt und fragend – drohend fast nach dem erschrockenen Weiblein.

»Wo hast du das viele Geld her – nach alledem?«

»Vom – vom Ferdl, vom Prinz Ferdl.«

»Auf Wechsel?«