»Na, das macht nix – Ihre Kinder können gar nit schlecht sein!«

»Das is schon richti,« sagte Frau Müller einfach und seufzte leise auf. »Aber a Schlankl is der Edi doch – wissn S', er tut dichten!«

»Aha! Deshalb!«

»Ja, die Dichter sein halt alle a weng »Lumpn« – und dös fürcht i halt!«

»Aber Frau Müller! Und was ist es denn mit der Mizzi, der Ganz-Jüngsten?«

»Ja, die Mizzi! Ja, die Mizzi!«

Dem Herrn Ministerial-Vizesekretär wurde es förmlich warm ums Herz, als er das glückliche Mutterantlitz betrachtete, das lächelnde, das freudestrahlende Mutterangesicht. Wie lange, lange ists her, daß er nicht mehr in das liebe sanfte Angesicht seiner Mutter schaute? Ach ja!

»Was ist denn die?« fragte er warmfühlig.

»Die? Die ist Bürgerschullehrerin! Sie, Herr Doktor, die müssn S' sehn! Da wern S' schaun!«

»Ist sie so hübsch?«