Frau Trost: Was du für Reden tust ... Wird doch kein solcher Lebtag sein wegen einem alten Weib ...
Gisela: Ein altes Weib! Frau Trost, es ist auch ein Jungbrunnen da, du kannst dich drin baden, wenn du willst. Tu’s aber nicht so schnell — das mögen wir so gerne — wir, die Dorothea und ich, wenn wir mit sanften Händen über den müden Rücken streichen dürfen, der sich in so viel Nachtwachen gebückt hat. Und die hagern Hände wollen wir küssen, die sich bis auf die Knochen abgearbeitet haben in dem langen treuen Leben, so viel Kindlein gewickelt, so viel Sterbenden den letzten Schweiß von der Stirne gewischt ....
Die furchtbarste Geschichte der Welt
Frau Trost: Du hast geweint, du zitterst, wird es denn gar nicht besser?
Gisela: Leiden hat mir eine Geschichte erzählt.
Frau Trost: Ach, Kind, du hast genug — mußt du dir denn auch noch Geschichten erzählen lassen ... gehts denn dir nicht schlecht genug ...
Gisela: Mir geht es gut, es ist mir noch immer gut gegangen ...
Frau Trost: O, Kind!
Gisela: Die paar Stunden ...