»Des Schäfers Hans,« war die Antwort.

»Warum ist niemand mit dir gekommen?«

Hans antwortete nicht, aber er zog ein zerknittertes Blättchen aus seinem Wams und reichte es dem Lehrer. Dieser studierte eine Weile daran und sagte dann:

»Ich will's gelten lassen. Daß du mir aber am 10. April in die Schule kommst! Sonst geht's schlecht.«

»Ich komm' schon,« antwortete der Kleine zuversichtlich, und trabte ganz wohlgemut wieder zur Türe hinaus.

Als Gretchen mit der Mutter die Treppe hinunterging, begegnete sie der Frau Apotheker. Die führte eben ihre kleine Emilie herauf.

»Sieh, sieh,« sagte die Frau Apotheker erfreut, »da kommt ja Gretchen schon herunter und sieht ganz vergnügt aus. Meine Emilie hat so Angst,« sagte sie zu Frau Reinwald, »sie ist ein gar schüchternes Dinglein; ich will nur sehen, wie es ihr in der Schule geht.«

»Es wird sich bald machen,« tröstete Frau Reinwald, und Gretchen flüsterte der Kleinen zu:

»Darfst keine Angst haben, man darf gleich wieder fort.« Die Kleine ging aber doch mit Herzklopfen hinauf, während Gretchen gar fröhlich die Treppe heruntersprang, der Mutter Hand losließ und sich wieder sorglos auf ihrer Schleife tummelte – bis jetzt war ja alles so gut gegangen!