Frau Pfäffling ging hinunter zur Hausfrau. Diese sollte nicht durch Fremde die Nachricht erfahren. Lange sprachen die beiden Frauen zusammen, und während sie sprachen, tönte von oben Klavier und Gesang herunter und Frau Pfäffling erkannte die frohlockende Melodie: ihr Mann übte mit den Kindern den Chor mit dem Endreim:

"Drum rufen wir mit frohem Sinn:
Es lebe die Direktorin!"

Als Frau Hartwig wieder allein war, mußte ihr Mann sie trösten: "Leicht bekommen wir eine bessere Mietspartei, sie haben doch recht viel Unruhe im Haus gemacht und bedenke nur die Abnützung der Treppe!" Dabei suchte er eine kleine Tafel hervor und gab sie seiner Frau. Sie ging hinaus und befestigte an der Haustüre die Aufschrift:

Wohnung zu vermieten.

Und als sie die Türe wieder hinter sich schloß, fiel ihr eine Träne auf die Hand und sie sagte vor sich hin: "Das weiß gar niemand, wie lieb mir die Familie Pfäffling war!"