„Was sollten wir ihnen auch bieten? Vielleicht von unserm Pessimismus, von der widerlichen Selbstsucht, von der unser Leben vergiftenden Unwahrheit? Alles Kennzeichen unserer Zivilisation!“ rief in ehrlicher Entrüstung Professor Piller.

„Sie haben recht, Piller, leider nur zu recht,“ bestätigte Professor Stiller. „Mars bietet entschieden heute schon das, was den Geschlechtern auf der Erde vielleicht erst im Laufe der kommenden Jahrhunderte zuteil werden wird.“

„Ob es wohl je dazu kommen wird?“ seufzte Frommherz.

„Daran ist nicht zu zweifeln,“ entgegnete Hämmerle. „Mars hat ohne Zweifel einst dieselben oder wenigstens ähnliche Stufen in seiner zivilisatorischen Entwicklung durchgemacht wie die Völker der Erde. Seine Kultur ist nur bedeutend älter.“

„Jawohl, um Tausende und Abertausende von Jahren. Die Frage ist nur die, ob wir überhaupt die Fähigkeit haben, bei der Entartung unserer Rassen — ich betone das Wort Entartung nochmals ganz besonders! — die Höhe der Marskultur zu erklimmen. Ich möchte es bezweifeln!“ schrie Piller und suchte seine zornige Erregung durch einen Schluck Wein zu besänftigen.

„Piller, Sie sind ja selbst Pessimist und ungerecht wie immer,“ tadelte Dubelmeier.

„Ich Pessimist? Und ungerecht? Was verstehen Sie denn darunter?“

„Darüber lasse ich mich mit Ihnen in keine Aussprache ein!“

„Oho! Also beleidigen wollen Sie mich, wie es scheint?“

„Fällt mir gar nicht ein; dazu sind Sie mir viel zu lieb und wert, Sie alter Alkoholikus! Aber ungerecht und pessimistisch ist es meines Erachtens, wenn Sie so schroff unsern Völkern auf der Erde die Fähigkeit einer gesunden Weiterentwicklung absprechen.“