Die Weltensegler entledigten sich zunächst ihrer Pelzmäntel und nahmen gern das freundliche Anerbieten an, die schwere Reisekleidung gegen leichte, weiße Tropenanzüge zu vertauschen, die den Herren in einem Nebenzimmer bereitgelegt wurden. Rasch war dieser Wechsel vollzogen, und bald lagen die Herren in ihrer bequemen Tropentracht auf der luftigen Veranda in großen Korbstühlen. Draußen strömte der Regen nieder, und sein prasselndes Geräusch auf dem Dache erhöhte noch das Gefühl der Behaglichkeit.
Unterdessen sorgte der Gouverneur für einen stärkenden Trank. Gekühlter Champagner wurde durch die lautlos herumhuschende schwarze Dienerschaft den Herren kredenzt.
„Sie müssen morgen unsere Marstropfen versuchen,“ sprach Piller zum Gouverneur, als er sein Glas mit einem Zuge ausgetrunken hatte und es zum zweiten Male füllen ließ.
„Was, Sie haben sogar Wein von oben mitgebracht?“ antwortete der erstaunt.
„Und was für einen guten!“ schmunzelte Piller. „Sogar mein sonst nur wassertrinkender Kollege hier, Herr Professor Dubelmeier, ist durch diesen Göttertropfen besiegt worden.“
„Nur durch die Gewalt der Umstände,“ wehrte sich Dubelmeier.
„Streiten wir nicht darüber, Dubelmeierchen! Lassen Sie uns alle anstoßen und rufen: Hoch Deutschland und das Schwabenland!“ Die Gläser klangen zusammen.
„Ein Hoch unsern hochverehrten Gästen!“ lud der Gouverneur die Beamten von Matupi ein. Nachdem dieser Ruf verklungen war, wurde das Essen als angerichtet gemeldet, und die Gesellschaft begab sich in das Speisezimmer. Mit gutem Appetit langten die Herren zu, und bald herrschte eine allgemeine rege Unterhaltung.
„Wollen Sie nicht Ihre Ankunft nach Stuttgart kabeln?“ fragte der Gouverneur. „Welch ungeheure Überraschung wird diese Mitteilung in Ihrer Heimat erregen!“
„Ja, das werden wir,“ entgegnete Stiller. „Ich denke übrigens, daß wir mit dem nächsten Schiffe von hier nach Deutschland abreisen.“