„Sie passen aber in würdiger Weise zu euerm Leben voll Licht, ja sie ergänzen es in harmonischer Form. Am Tage das strahlende Licht der Sonne, in der Nacht der milde, versöhnende, zur Ruhe förmlich einladende Silberglanz der Monde, alles hell, licht wie ihr selbst!“

„Nun, dieses Leben, das du so rühmst, hat auch seine Schatten und seine Unvollkommenheiten. Und wohl uns, daß es so eingerichtet ist,“ erwiderte Bentan. „Ein gewisser Kampf ums Dasein ist nun einmal untrennbar mit der Existenz eines jeden Lebewesens verknüpft. Er ist die Ursache aller Entwicklung und Vervollkommnung. Darüber sind wir froh und dankbar zugleich. Dieser Kampf ums Dasein wird bald unseres Volkes ganze Kraft in Anspruch nehmen.“

„Des Wassers wegen?“ fragte Herr Frommherz.

„Ja, wie du weißt.“

„Ich sehe aber deshalb noch keine drohende Gefahr.“

„Weil du eben unsere Verhältnisse noch zu wenig kennst, Freund Fridolin. Für Angola ist die Wasserfrage, dank unterirdischen Zuflüssen zum See, noch nicht so empfindlich geworden wie an andern Orten unseres Lichtentsprossenen. Trotzdem aber ist eine Abnahme des Seespiegels deutlich wahrnehmbar.“

„Was wollt ihr aber in dieser Sache unternehmen?“

„Eine Änderung unseres gesamten Kanalsystems,“ antwortete Bentan so ruhig, als ob es sich um die einfachste Angelegenheit handelte.

„Das ist ja eine Riesenarbeit!“ rief der Erdensohn in ehrlichem Erstaunen.

„Sie muß ausgeführt werden. Vor dem imperativen Muß tritt alles zurück. Wir alle ohne Unterschied des Stammes werden im Dienste der Allgemeinheit die große Aufgabe zu lösen suchen.“