„Für uns das Angola Schwabens,“ fügte Piller bei.

„Ihr übertreibt, beste Freunde,“ erwiderte Stiller heiter. „Und doch freuen mich diese Vergleiche gerade von euch. Was wart ihr für nüchterne, poesielose Menschen, bevor ihr nach dem Mars kamt, und welch große Umformung eures ganzen Innern brachte der Aufenthalt dort oben mit sich!“

„Man macht nicht umsonst, ungestraft eine solche Exkursion,“ antwortete Piller trocken.

„Nun, dieses Resultat will ich mir gern gefallen lassen,“ entgegnete Stiller.

„Und doch, es ist wahr: ungestraft waren wir nicht so lange auf dem Lichtentsprossenen. Erinnerst du dich noch jenes letzten, herrlichen Abends in dem Palaste der Weisen in Angola?“

„Ja, noch sehr gut,“ erwiderte Stiller leise.

„Wohl! Fremdlinge werden wir da sein, wo wir geboren wurden, wo wir früher gelebt, gerungen, für unsere heiligste Überzeugung gestritten haben. Diese mir unvergeßlich gebliebenen Worte sprachst du damals. O Stiller, wie sehr hast du recht gehabt!“ Es klang wie ein schlecht unterdrückter Schrei des Schmerzes, diese Entgegnung Pillers.

„Mein lieber Freund, steht es so mit dir?“ Stiller war, überrascht durch diese an Piller ganz ungewöhnliche Gefühlsäußerung, aufgestanden und auf ihn zugetreten, ihm die Rechte auf die Schulter legend.

„Mein treuer Gefährte,“ sprach er sanft, „du leidest ja auch an Heimweh nach dem Mars wie wir. Zum ersten Male offenbarst du es uns. Und dennoch! Wir müssen es zurückdrängen um des Großen willen, das wir hier unten verfolgen.“

„In dieses Granitgebirge menschlicher Vorurteile und Blindheit, Schwäche und Feigheit einen Tunnel der Aufklärung zu bohren, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, sintemalen eine Maschine, die das fertig brächte, niemals erfunden werden dürfte,“ antwortete Piller gereizt.