Über das Gesicht Frommherz’ huschte ein spöttisches Lächeln.
„Warum lachen Sie?“
„Nur über die Art meines ersten Empfanges in der teuren Heimat nach mehr als vierzehnjähriger Abwesenheit.“
„Sie haben keine Ausweispapiere bei sich?“ fuhr der Beamte fort, ohne die Bemerkung Frommherz’ zu beachten.
„Nein, ich sagte dies bereits dem Schutzmann.“
„Das ist sehr verdächtig. Zu ihrem anstößigen Aufzug paßt überdies die Tasche nicht, die Sie da mitbrachten. Und . . . hm . . . und Ihre übrigen Angaben glaube ich Ihnen einfach nicht.“
„Das verüble ich Ihnen nicht im geringsten, zumal dieser Glaube Ihre Privatsache ist,“ erwiderte der Gelehrte.
„So geben Sie also zu, unwahre Angaben gemacht zu haben?“
Aber der Kommissär hatte kaum diese verletzenden Worte gesprochen, als sich Frommherz in voller Größe stolz aufrichtete.
„Mein Herr!“ redete er den Kommissär an. „Sie mögen meine Angaben in Zweifel ziehen, das ist, wie ich sagte, Ihre persönliche Angelegenheit. Ihre Pflicht aber ist es, diese Angaben zunächst ruhig und sachlich auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Das muß ich auf das entschiedenste verlangen. Es ist ein Akt selbstverständlicher Billigkeit. Bis jetzt bereitete mir die Art, wie ich hier nach meiner Rückkehr von einem fernen Weltkörper empfangen und behandelt wurde, einen gewissen Spaß. Es ist höchste Zeit, ihm nun ein Ende zu machen. Haben Sie die Güte, sofort nach Tübingen an Herrn Professor Stiller zu depeschieren. Dieser Herr wird nicht nur umgehend die Angaben über meine Person als völlig richtig bestätigen, sondern auch jede gewünschte Bürgschaft Ihnen gegenüber leisten, damit ich aus dieser geradezu unwürdigen Behandlung tunlichst schnell befreit werden kann.“