„Wo liegt denn diese Schwierigkeit?“ forschte Piller.

„In der Inschrift der vierten Seite,“ gestand Herr Blieder.

„Ah, jetzt verstehe ich. Natürlich ein höchst schwieriger Fall,“ erwiderte Piller nicht ohne Hohn.

„Gewiß,“ antwortete Herr Schnabel, Pillers Hohn nicht bemerkend. „Es handelt sich möglicherweise um eine Abtragung des ganzen Denkmals, denn die einmal eingehauenen Worte lassen sich von dem Obelisken nicht so einfach, wie Sie vielleicht glauben mögen, wegmeißeln, ohne dem Ganzen ein verändertes und unschönes Aussehen zu geben.“

„Was wissen denn Sie, was ich deshalb glaube?“ entgegnete Piller grob.

„An uns, als die Vorsitzenden des Denkmalkomitees,“ fuhr Herr Schnabel fort, „ist seit gestern die Aufgabe herangetreten, umgehend einen Vorschlag dem Stadtrat einzureichen zwecks Änderung, und da befürchten wir recht lebhafte und unangenehme Debatten.“

„Ja, aber lieber Schnabel, was berührt denn mich das?“ meinte Stiller lächelnd.

„Vielleicht weißt du uns einen praktischen Rat oder Ausweg aus der Sache.“

„Eine verzweifelt dumme Geschichte,“ spottete Piller.

„Nicht wahr?“ klagte Herr Blieder in aufrichtiger Verlegenheit.