2) -bacher: Embacher. Föhrenbacher. Kuchelbacher. Speckbacher. Steinbacher.

Daneben ist bemerkenswert eine F. mit Umlaut:

3) -bächer, gew. -becher (wo dann der Schein einer Zss. mit dem Hauptw. Becher entsteht). Während im Hochdeutschen die umlautfreie F. bei solchen Ableitungen von ON. auf -bach jetzt alleinige Geltung hat, z. B. „das Hambacher Fest“, „Weilbacher Brunnen“, weisen oberdeutsche Mundarten den Umlaut auf, z. B. die alemannische (Hebel: „’s Mambecher Hätteli“ von Mambach im Oberrheinkreis). Demnach finden sich:

Arzbächer. Offenbächer. Vogelbächer. Weilbächer. Dörrenbächer, auch Dörrenbecher. Reichenbächer, auch -becher. Isselbächer, auch -becher (s. Verlustliste Nr. 91: Isselbecher aus Isselbach, wo demnach die Zusammengehörigkeit recht in die Augen springt). Eberspecher neben Eberspacher (München). — Cumbecher. Eschenbecher. Leutbecher. Merschbecher. Nußbecher. Odenbecher. Rohrbecher. Schneckenbecher. Seidenbecher. Steinbecher. Stürzelbecher. Weidenbecher. Wittenbecher.

Zu diesen sämtlichen N. finden sich entsprechende ON. auf -bach in Rudolphs Lex. Dementsprechend wird auch Holzbecher abzuleiten sein, da es mehrere O. Holzbach gibt, obwohl der N. auch von einem Geräte abgeleitet, „(der mit dem) Holzbecher“, einen guten Sinn ergäbe.

(In Bayern und Österreich begegnet mitunter -beck, -böck für -bach (-bacher) als FN., so Hotzbeck, Adenböck, Deisböck, Waitzenböck s. Steub S. 146).

-bacher, -bächer s. [Bach].

Bäck s. [Beck].

Backe s. a) [Bad] (einst. K.) b) [Bag] c) [Bald] (einst. K.).

Backer s. [Becker].