Badstüber III. Die öffentliche Badestube (ahd. stuba, mhd. stube aus lat. stupa „heizbares Zimmer“), wo auch zur Ader gelassen und geschröpft wurde, spielte früher eine große Rolle im städtischen Leben, sie war vielfach der Mittelpunkt, an welchem sich Bürger zur Besprechung städtischer Angelegenheiten versammelten. Daher zahlreiche FN., die auf Besitzer solcher Badestuben zurückgehen:

Badstuber (Wien); Badstüber (wie es auch „Badstüberstraßen“ gibt — merkwürdig entstellt (sächs.) Patschdieber.

Dann geteilt 1) Bader. 2) StüberStieberSteuberStoiber (österr.). Niederd.: StöberStöwer (Gött. UB. 1383: Stovere).

Mit dem n der schwachen Bildung:

BadstübnerStübenerStöbener.

BAG I. zu ahd. bâgan „streiten“. Bagodeo.

FN. (Bagarih): Beyrich.

Einstämmige Kürzung Bag-.

Bago, Bacco: BageBackeBaackeBachPach. Gen. BackesBax. (Doch s. auch [Bald] u. [Bad]).

Bagger s. [Bad] (V.).