Die zusammenges. FN. auf -berg überbieten selbst in Niederdeutschland die von andern Ortsbezeichnungen abgeleiteten an Häufigkeit; so zählt Hoffmanns hannöversches Namenbuch über 100 FN. auf -berg, während -dorf nur 38 mal, -feld 35, -hof 29, -bach 19 mal vertreten ist.

v. Auersperg. Blumberg. Chlingensperg (Münch.). Dannenberg. v. Gottberg. v. Hertzberg. Lindenberg. Nürnberg. Schönberg. Wittenberg.

Das -e der dativischen F. fällt in den FN. regelmäßig ab, so daß nur die Biegung des Eigenschaftswortes (Witten-, Schwarzen-) noch den ursprünglichen Dativ des ON. verrät. Nur vereinzelt findet es sich hier noch, namentlich in loserer Zusammenfügung, wie Schulze-Overberge (westf.).

Dagegen bleibt die dativische Mehrheit auf -en unverändert: Gandesbergen.

Niederd. -barg (vereinzelt): Morbarg. Wienbarg. Wittebarg. — Hasbargen (O. -bergen in Hannov., Oldenb.).

Ableitung auf -er (oberd.):

1) -berger: Berger. — Albrechtsberger. Frankenberger. Henneberger. Nirnberger (Wien). Würtemberger.

2) -perger (nach s): Baltensperger (Hof Baltsberg, Schweiz). Güntersperger. Madlsperger (O. Madelsberg, Steiermark). Hersperger. Hettmannssperger. Reichensperger. Wolfensperger.

Bergamenter III. „Bereiter von Pergament“ mhd. perminter. Bes. in Süddeutschland (früher eine „Permentergasse“ in Nürnberg, Augsburg, Reutlingen), doch auch in Braunschweig: Hinrike de permenterer 1406.

FN. BergamenterBermenter; Berminter.