Brill s. [Brid].

-bring s. [Brink].

Bringewath III. Satz-N. niederd. „bringe was“. Bringezu.

Brink III. „(hochliegender) Grasplan“ — ein in niederdeutschen Mundarten weit verbreitetes Wort. Dahin gehört mehr als ein halbes Hundert ON. auf -brink in der Linie Hannover-Utrecht, mit der Hauptstärke in Westfalen.

FN. Brink (Dorf im Oldenburgischen, Münsterschen, Kalenbergischen); ten Brink, auch Tombrink (= zu dem Br.); von den Brinken. — Brinkmann, Bringmann; (fries.) Brinkama. Vgl. „die Brinkfrau zu Morsbecke, Inhaberin des Brinkhofes“, nachher genannt „Ilse Brinkfrau“ (Lipp. Reg.).

Bes. häufig in Zusammensetzungen, die meist jedoch nicht Städte oder Dörfer, sondern in mehr appellativer Art einzelne Örtlichkeiten einer Dorflage oder Feldflur bezeichnen — als FN. demnach der daselbst Wohnende, der „Brinksitzer“, vgl. Gerd uppe dem Brinke 1406 (Lipp. Reg.).

Antenbrink. Berenbrink. Exernbrink. Fahrenbrink. Gantenbrink. Hasenbrink. Klockenbrink. Mühlenbrink. Osterbrink. Steinbrink. Unterbrink. Lüsebrink und Musebrink (offenbar Spottnamen für die bezeichneten Örtlichkeiten, vgl. pommerisch „Flöhenbrink“). — Oberbrinkmann.

Bisweilen in der Schreibung -bring: Finkenbring neben Finkenbrinck. Hasselbring. Igelbring. Kregenbring neben Krägenbrinck und Krähenbrink. Kreidebring neben Kreidebrink. Lehmbring. Piepenbring.

Ableitung auf -er (westf.):

-brinker: Brinker. Berenbrinker. Steinbrinker.