Hagemeister III. „Hegemeister, Förster“. Niederd. Hagemester.
Hagen- s. [Hagan] (einst. K.).
Hagen III. ahd. hagan, mhd. hagen der „zum Einhegen bes. passende Dornstrauch“, aber ursprünglicher das Buschwerk überhaupt. In ON. seit dem 9. Jh. nachweislich. Jetzt tausende von Örtern auf -hagen (so an der mecklenburgischen und pommerschen Küste in langer Folge von Mecklenburg bis zur Kassubei); doch läßt sich kaum nachweisen, welche davon hierher und welche als Dativ Plur. zu Hag zu setzen sind (der Umstand, daß die bezeichneten mecklenburgischen und pommerschen Ö. meist langgestreckte Dörfer — bis zur Länge einer halben Meile — sind, dürfte wenigstens bei diesen für den Plural sprechen = „zu den Gehegen“). Hagen findet sich auch als Straßenbezeichnung, z. B. in Stralsund: Flachshagen, Reperhagen, Zipollenhagen u. a.
FN. vom Hagen; von Hagen. Bollhagen. von Buggenhagen. Eschenhagen. Falkenhagen. Hundeshagen. Stavenhagen.
Ableitung auf -er:
-hager: Gerhager. Hinterhager (O. -hagen, oder auch zu -hag?).
-häger: Poppenhäger (O. -hagen).
Aus -hagen wird durch Zusammenziehung -hain (wie auch der Gattungsname „Hain“ daraus entstanden ist), woneben noch eine F. auf -hahn herläuft. Den FF.-Übergang zeigt unter a. ein hessischer Ort, der 1264 Glimenhagen, 1297 Glimenhahn, im 15. Jh. Glimenhain, jetzt Gleimenhain heißt.
| 1) | -hain: Espenhain. von Falckenhain. Mückenhain. Probsthain. Rosenheyn (O. Rosenhain). | |
| 2) | -hahn: Bauerhahn. Dammhahn (O. nur Dammhagen Rud.). Espenhahn (s. oben [Espenhain]). Falkenhahn (O. -hagen und -hain). Gräfenhan (O. -hain). Krähahn neben Krehain (vgl. O. Kreyenhagen). Langenhahn, Langenhan (O. Langenhahn neben -hagen u. -hain). Lindenhahn (O. -hain R.). Neuhahn; Neuenhahn (O. -hagen, -hain). Probsthan (O. -hagen und -hain). Rosenhahn (O. -hagen, hain). Wildenhahn (O. -hagen, -hain). Ziegenhahn (O. -hagen, -hain). |
Ableitung auf -er (oberd.):