Holsch(en)macher III. = Holzschuhmacher, vgl. Holtscomekere 1380 (Braunschw.).

Holste III. zsgz. aus Holtsate „ein im Holz Ansässiger“, entstellt Holstein (aus der Mehrheit Holtsaten, Holsten), Holsteiner. Altertümlich und dichterisch noch jetzt „Holste, Holstengau“.

FN. Holste; Holst. Holstein.

Holt niederd. = Holz, in Holtmann, Eickholt, Tenholte.

-hölter s. [Holz].

Holtfreter III. niederd. (Vorpommern) „Holzfresser“. Spottname vgl. Fleischfresser.

Holz a) I. durch Umdeutung aus dem für niederd. Gattungsnamen gehaltenen holt u. aus olds entstanden. Helmholtz aus Helmolt und Gen. Helmolds s. [Walt].

b) III. Holz im Sinne von „Wald“, nach dem Stoffe, woraus derselbe besteht. In ON. seit dem 8. Jh. nachweislich: Holz, -holz; niederd. -holt.

FN. Holtz (Ulr. im holtz 1404 — vgl. franz. du Bois, Dubois). Zss. Buchholz. Eichholtz. ErlenholzElsholtz. Fahrenholtz (sechsmal ON. in Niederdeutschland, außerdem Vahrenholz in Lippe-Detmold, Vahrholz in Provinz Sachsen; daher nicht als imperativischer PN. zu fassen = „fahr in das Holz“ s. [S. 50] ff.). Nordenholz.

Niederd. (bes. westfälisch): Bockholt (= Buchholz, daher eig. mit gedehntem o, wie bei Klempin Bokholt neben Bockholt). Eickholt (Eichholz). Graf zu Westerholt.