Kämmerer III. ahd. chamarâri, mhd. kameraere, nach dem mittellat. camerarius 1) „Hofbeamter, der die Aufsicht hat über die fürstlichen Gemächer“, namentlich über die Schatzkammer, auch sonst aufwartet und auf Ordnung hält 2) in Klöstern und Gemeinden „Verwalter der Einkünfte“.

FN. CammererKämmerer.

Kämmerling III. ahd. chamarlinc, mhd. kemerlinc „Kammerdiener“. (Das Wort noch im ital. camerlengo).

KAMP I. ahd. champh, mhd. kampf „Kampf“ (urspr. Eifer, Wetteifer).

FN. Kamphard: KempertKempfert.

Einstämmige Kürzung Camp-.

Campo (noch fries. VN.), Chempho: Campo; CampeKampfKempeKämpffe; Kempf. Gen. Kamps; Kampen. Patr. A. Overkämping (Westf.).

Vklf. (k): Kempke. Gen. Kempkens.

Kamp III. aus dem lat. campus, welches schon früh in das Niederdeutsche und Friesische herübergenommen ist, namentlich ein eingeschlossenes, umhegtes Feld bezeichnend, das einem einzelnen Bebauer zusteht. Alte ON. auf -camp aus dem 9.-11. Jh.; heutige auf -kamp, auch verhochdeutscht -kampfen, -kämpfen.

Eine große Menge FN. auf -kamp findet sich in Westfalen, hergenommen von einzelnen solchen Kämpen, an denen dieser Landstrich so reich ist ([S. 75]). Dabei tritt auch das niederdeutsche Sprachelement hier sehr in den Vordergrund.