Küster III. ahd. custor, mhd. kuster aus lat. custos (templi), urspr. Hüter des Kirchenschatzes und der heiligen Geräte, dann der bekannte Kirchendiener, hauptsächlich im protestantischen Norden noch in Geltung.

FN. Küster. Gen. Küsters (Heinsberg). Zss. Küstermann. — Ohne Umlaut: Kuster (Kustermann); Kusterer (württ).

Vklf. Kusterle (Gottschee).

Niederd. Köster, Cöster; Coster (Jeverland). Gen. Kösters (Borken). Zss. Köstermann. Patr. A. Köstering (Lippe).

Mit dem n der schwachen Bildung KüstnerKöstner.

Küter III. ein „Hausschlächter, so in den Garküchen schlachtet“ (Frisch). In Pommern (Klemp. Kuter — „Kütertor“ in Stralsund), Brandenburg. „Wursthof“ oder „Küterhof“, ältestes bekanntes Berliner Schlachthaus im 16. Jh. bei dem Heiligengeist-Hospital.

Küttner III. „einer aus Kutten“ (Provinz Sachsen). Auch Kittner.

Kuttruf III. ein Trinkgefäß ([S. 45]).

L.

-la s. [Lah].