Laux s. [Lucas].
Law- s. [Laurentius].
Leb- s. 1) [Liub] 2) [Liud] (V.).
-leb s. a) I. [Laif] b) III. [Leben].
Leben III. in ON. Nach Förstemann (und Pott, welcher die deutsche Abkunft dieses -leben mit triftigen Gründen verficht), liegt das zu liban gehörige got. laiba, ahd. leiba, altsächs. leva zu Grunde, im Sinne von „Hinterlassenschaft, Erbteil“. Urspr. auf -leiba, -leva ausgehend haben die ON. erst nach 1100 die Mehrheitsf. angenommen. Jetzt etwa drittehalb hundert deutsche ON. auf -leben 1) in Thüringen (an der Saale, Helme und Unstrut) 2) im nördlichen Schleswig und südlichen Jütland auf -leben und -lev.
Neuere ON. wie Ruhleben, Langesleben sind mit Leben (vita) zusammengesetzt.
FN. Alsleben. von Alvensleben. Erxleben. Grobleben. von Holleben. Senftleben. Tottleben. v. Wartensleben. Wasserschleben (neben O. Wasserleben.) Umgedeutet: v. Bültzingslöwen.
Mitunter verkürzt in -leb: Billeb (wohl aus ON. Billeben, s. Pauli II. S. 16). So ferner Büschlepp (O. Büßleben); Eischleb (Eisleben); Herbstleb neben ON. Herbsleben; Ringleb, Rinkleb neben ON. Ringleben; Witzleb neben v. Witzleben.
Leberecht III. Satz-N. „lebe recht“ (auch VN.) — doch vgl. auch Liud.
Lebhardt s. [Liub].