Lehen III. in zahlreichen ON., woneben auch -lechen herläuft, teils zu ahd. lêhan, mhd. lêhen „Lehen“, teils zu got. hlaiv, ahd. hlêo, mhd. lê „Hügel“.
Scheint fast nur oberdeutsch zu sein, daher die
FN. auf -lehner und -lechner (bes. in Österreich und bei den Salzburger Auswanderern in Ostpreußen):
Almoslechner (Cilli). Angerlechner. Bachlehner neben Bachlechner. Berglehner. Hinterlechner. Holzlehner. Koberlechner. Mitterlehner. Mooslehner; Mooslechner. Mühllechner. Oberlechner. Reitlechner; Reitlöhner (O. -lehen). Rosenlehner. Steinlechner. Weinlechner.
Lehmann III. mhd. lêhenman, zsgz. lêman ein „Lehnsmann“, der kein eignes Erbe hat, sondern eines zu Lehen trägt, vasallus; erst seit dem 14. Jh. statt des einfachen man. Einer der häufigsten N. ([S. 42]). — Falsch latinisiert Argelander (vom griech. ἄργιλος Tonerde, als steckte „Lehm“ in dem N.).
Lehn- s. [Lew].
-lehner s. [Lehen].
Lehrenkrauß III. Satz-N. = Lernbecher.
Leib- s. 1) [Laif] 2) [Liud] (V.).
Leibküchler III. „Lebküchler“, von Lebkuchen d. i. dünner Honigkuchen.